Spaß am Dreifach-Kick vermitteln

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Gestartet wurde beim Radeln im Gersprenzstadion in der Reihenfolge der Schwimmergebnisse.

Münster - Schwimmen, laufen und Rad fahren, das sind die Disziplinen des klassischen Triathlons. „Normalerweise müssen die drei Bereiche direkt hintereinander absolviert werden, aber bei einem Schülertriathlon wird das nicht so streng gehandhabt. Von Jasmin Frank

„Geschwommen wird bei uns im Hallenbad, danach geht es im Gersprenzstadion mit dem Radstart weiter“, erläutert Andreas Kropp, Nachwuchs-Cheftrainer des VfL Münster. Der Schülertriathlon, an dem in diesem Jahr über 200 Kinder und Jugendliche zwischen acht und 18 Jahren teilnehmen, ist mittlerweile eine feste Größe im Sportkalender: Vor knapp zehn Jahren hatten zwei junge Sportler des VfL nach der Teilnahme an einem Schülertriathlon die Idee, neben dem bekannten Moret-Triathlon ein Pendant in Münster zu organisieren.

Und zum Ende hin noch einmal beim Laufen alles geben...

Daraufhin fand sich eine Gruppe von sechs Jugendlichen zusammen, um mit der Hilfe von Karl-Heinz Roßkopf den ersten Wettkampf auf die Beine zu stellen. Nach dem großen Erfolg dieses Schülertriathlons im Jahr 2001 mit über 100 Teilnehmern blieb die Gruppe bei ihrem Konzept. Bekannte Vereine aus der Umgebung wie der TSV Viernheim, der TUS Griesheim oder der DSW Darmstadt kommen ebenso zum VfL nach Münster wie der hessische Triathlonkader mit seiner B-Jugend-Staffel. „Wer bei diesem Sport mitmachen möchte, muss zunächst einmal Spaß an der Bewegung haben und sich für eine der drei Sportarten besonders begeistern. Die Freude an den anderen Sparten kommt dann in der Regel von alleine“, sagt der hessische Landestrainer Benjamin Knoblauch. Das kann auch das Münsterer Nachwuchstalent Tobias Oed bestätigen, der hessischer Duathlonmeister geworden war, wobei er eine Kombination aus Laufen und Radfahren absolvierte. „Diese beiden Sportarten gefallen mir am meisten und da bin ich auch am besten, ich kann zwei Kilometer in 7,13 Minuten schaffen. Aber schwimmen mag ich nicht so gerne und darin bin ich auch recht langsam“, meint er.

Helmpflicht für die Teilnehmer

Dennoch ist es gerade die Vielseitigkeit, die ihn und die anderen Kinder am Triathlon begeistert. So heißt es auch für ihn raus aus dem Wasser und schnell ins Gersprenzstadion, denn dort warten schon die Fahrräder auf ihre Athleten.

Gestartet wird in der Reihenfolge der Schwimmergebnisse, die teilweise um einige Minuten auseinander liegen. Die Kinder müssen zunächst zu ihren Rädern rennen, diese schnellstmöglich aus dem Stadion schieben, aufsteigen und in die Pedale treten. Auch auf dem Rückweg heißt es vor dem Stadion wieder, runter vom Rad, das wieder in die vorgesehenen Ständer geschoben werden muss, bevor losgelaufen werden darf. Dabei sind Fahrräder jeden Formats erlaubt: Vom bunten, aber behäbigen Kinderrad bis hin zum sportlichen Rennrad ist jedes erdenkliche Modell vorhanden. Für alle Teilnehmer ist allerdings eines verbindlich: Helmpflicht.

Zahlreiche Besucher sind zu dem sportlichen Spektakel gekommen und einige Eltern laufen neben ihren Kindern her, um sie anzufeuern, denn gerade das Schieben der Räder scheint für die Jüngsten nicht gerade einfach zu sein. Während sie mit 100 Metern Schwimmen, 2,5 Kilometer Rad fahren und 400 Meter laufen noch überschaubare Distanzen zu bewältigen haben, sieht es für die ältesten Teilnehmer schon anstrengender aus: Sie schwimmen 400 Meter, radeln elf Kilometer und legen eine Laufstrecke von 2,5 Kilometern zurück. Doch ob alt oder jung: Letztendlich kommen sie alle ans Ziel. Und auch beim Münsterer Verein für Leibesübungen spielt der olympische Gedanke eine Rolle: Gewinnen ist zwar schön, aber dabei sein ist alles.

Quelle: op-online.de

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