Spaß - ganz ohne Horror

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Keine Lust mehr auf Gruselklamotten zu Halloween. Gut feiern lässt es sich auch ohne.

Münster ‐ Schon von Weitem lockte am späten Samstagabend der tief in den Nachthimmel reichende Lichtstrahl eines „Sky-Beamers“ neugierige Jugendliche in Partylaune an. Von Ellen Jöckel

Weit über Münsters Grenzen hinaus wurde so die Aufmerksamkeit auf die Feier in der TV-Halle unter dem Motto „Halloween war gestern, jetzt kommen wir“ gelenkt. „Der Jugendausschuss des Turnvereins Münster hatte die Idee für Jugendliche, die kein Interesse an Gruselklamotten zu Halloween mehr haben, eine Party zu veranstalten“, sagte Jugendwart Michael Ries.

Mit Erfolg wie sich zeigte, denn kaum wurden um 21 Uhr die Pforten der Turnhalle in der Jahnstraße geöffnet, strömten auch schon viele junge Leute im Alter zwischen 16 und 20 Jahren in den Saal. Durch die professionelle Licht- und Nebelanlage sowie eine Bartheke war nichts mehr vom Charakter einer Sporthalle übrig. Der Saal war zu einer Großraumdisco umfunktioniert. Abgerundet wurde der Eindruck durch die Musik von DJ Flo, der mit einem Mix aus House, Charts, Remix und Electro-Beats schon bereits kurz nach Einlass die ersten Gäste auf die Tanzfläche lockte.

Der zehnköpfige Jugenduasschuss hatte viel zu tun

Der DJ ist ein Handballer-Kollege aus dem Verein“, erklärte Michael Ries. Der 19-jährige Ries habe zusammen mit Manuel Stork (19), ebenfalls TVM-Jugendwart, die Idee zur Party gehabt und im Internet oder mit Flyern dafür geworben. Um eine Veranstaltung wie diese zu stemmen, habe der zehnköpfige Jugendausschuss bereits im Vorfeld alle Hände voll zu tun gehabt. „Dem Vorstand mussten wir ein ausführliches Konzept vorlegen“, sagte Ries mit einem vielsagenden Seitenblick zum Rechner und ehemaligen Vorsitzenden des Vereins, Harald Stork. „Wir wollten genau wissen, was die Jugendlichen vorhaben. Aber dann haben wir gesehen, dass alles gut organisiert ist“, erwiderte Harald Stork.

Einen wirksamen Einfall hatten die Veranstalter bei der Ausschank-Kontrolle. Für die Minderjährigen gab es ein blaues Bändchen, für die volljährigen Gäste ein gelbes ums Handgelenk. Wer kein Bändchen vorweisen konnte und Alkohol wollte, musste dem Thekenpersonal seinen Ausweis vorzeigen. Tief enttäuscht zeigten sich die Organisatoren von der Security-Firma, die sie beauftragt hatten. „Die haben uns einfach hängenlassen und sind gar nicht erschienen“, erzählte Michael Ries aufgebracht. Doch durch gute Kontakte habe er schnell Ersatz gefunden. So konnte die Party rundherum abgesichert bis tief in die Nacht weitergehen.

Quelle: op-online.de

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