Erweiterungsbau für 600.000 Euro

Spatenstich für Erweiterungsbau des evangelischen Kindergartens

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Die Kinder halfen nach besten Kräften als Gemeindevorständler, Bürgermeister, Pfarrer und Kitaleitung mit Architekt Roland Beetz (zweiter von links) zum Spaten griffen, den Kita-Anbau in Altheim symbolisch auf den Weg zu bringen.

Altheim - Zum Spatenstich eines 600.000 Euro teuren Erweiterunsgbaus an den evangelischen Kindergarten bekamen die Verantwortlichen gestern tatkräftige Unterstützung: 92 Kinder packten mit an, das Projekt für zwölf U3-Kinder auf den Weg zu bringen. Von Thomas Meier

Alle Kinder der Tagesstätte sowie ihre drei Erzieher und zwölf Erzieherinnen verfolgten gespannt, was Pfarrer Ulrich Möbus sowie Bürgermeister Gerald Frank zu sagen hatten, um dann dem Spatenstich der beiden mit Kindergartenleiterin Iris Kurz-Wolf, Architekten Dipl.-Ing. Roland Beetz sowie einigen Gemeindevorständlern zuzuschauen. Anfang des Jahres wurde die Erweiterung der Kita in der Gemeindevertretung beschlossen, im März begannen die Planungen und vom Spatenstich bis zur Einweihung des 250 Quadratmeter großen Neubaus soll gerade einmal ein Jahr vergehen.

Das Gebäude wird als Holzrahmenbau verwirklicht. Die Dachkonstruktion besteht aus einem Pultdach sowie zwischen Alt- und Neubau einem Flachdach. Die Dächer sollen laut Planung „extensiv begrünt“ werden. Sämtliche technischen Installationen werden an die bestehende Anlage angeschlossen. Der Anbau beherbergt einen Kleinkinder-Gruppenraum mit Schlafbereich sowie Bad und WC, einen Personalraum sowie einen Vorratsraum und eine Toilette für das Personal.

Bürgermeister Frank erinnerte daran, dass vor ziemlich genau 28 Jahren, ebenfalls im Oktober, der Spatenstich für die evangelische Kindertagesstätte am Kärcherweg in Altheim war. Zuvor wurde der Nachwuchs des Münsterer Ortsteiles im Schoeltzke-Haus betreut.

1,5 Millionen D-Mark kostete damals der 620 Quadratmeter große Kindergarten mit seinem großen Freigelände, laut Verwaltungschef gelang damals dem planenden Architekten finanziell „eine Punktlandung“. Und die erhoffte sich Frank freilich auch für das 600.000 Euro-Anbauprojekt, das just vom gleichen Ingenieur wie damals geplant und realisiert wird: dem Altheimer Beetz.

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Der erinnerte sich gern an den großen Auftrag von 1987, als auf dem Gelände zwischen Friedrich-Lehr-Straße und Kärcherstraße eine Kindertagesstätte für vier Gruppen einschließlich der Nebenräume errichtet werden sollte. Schon damals stand fest, dass eine Gruppe für die Ganztagesbetreuung ausgerichtet werden sollte. „Meine Vorstellung waren helle Räume, nach Süden und Westen geöffnet, zwei Spielebenen, Ecken und Winkel darin, viel Holz und Glas in warmen Naturfarben sowie von der äußeren Gestaltung in die umgebende Bebauung eingepasst“, sagte Beetz, noch heute dankbar, dass er seine Vorstellungen nach den Beratungen in den Gremien schließlich auch umsetzen durfte. Und auch gestern zeigte er sich sehr erfreut, dass es ihm vergönnt ist, nach so langer Zeit das Werk fortzuführen.

Die Kinder nahmen es auch freudig auf, dass vor ihrer Kita die Bagger auffahren, auch wenn der Anbau eher „für Eure jüngeren Geschwisterchen und spätere Generationen von Kindern in Altheim geplant ist“, wie Bürgermeister Frank lachend an die Kinder feststellte.

Quelle: op-online.de

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