Weihnachten mit Hindernissen

+
Anneliese Kreher sorgte als neugierige Nachbarin für viele Lacher.

Münster - „Noch 36 Tage, dann ist Heiligabend, doch bei Familie Maier ist es auf dieser Bühne schon heute soweit. Von Jasmin Frank

Allerdings ist von Friede und Freude wenig zu spüren, denn der Haussegen der Maiers hängt reichlich schief“, führte am Freitagabend Anneliese Kreher von der Theatergruppe Spectaculum in ihr heiteres Theaterstück ein.

Für die Zuschauer in der gut besetzten Münsterer Kulturhalle war schon vorab eines klar: Die Lachmuskeln würden strapaziert werden. Die turbulente Weihnachtskomödie „Ach, du Fröhliche!“, stand auf dem Programm, bei der es zu zahlreichen Verwechslungen und Verwirrungen kam.

Los ging es auf der mit vielen Details liebevoll dekorierten Bühne im Heim der Familie Maier: Vater Anton und Sohn Markus waren von der vorangegangenen Vereinsfeier noch verkatert, und Mutter Rita musste die beiden antreiben, denn weder Gans noch Weihnachtsbaum waren fertig und auch das Gästezimmer musste noch hergerichtet werden.

„Vorweihnachtliche Frauenarbeiten“

Die Männer verweigerten die Arbeit und meinten, all das seien „vorweihnachtliche Frauenarbeiten“, was zu Unmutsäußerungen des weiblichen Teils des Publikums führte. Fulminant war der Auftritt von Anneliese Kreher, die in der neugierigen und durchaus etwas boshaften Nachbarin Strecker ihre Paraderolle gefunden hatte. Mit Fernglas in der Hand und Jägerhütchen auf dem Kopf gab sie die personifizierte Nachbarschaftskontrolle. „Wenn mein Mann so spät nachts vor Heiligabend angetrunken von einer Feier gekommen wäre, hätte ich mir das nicht gefallen lassen. Das hätte der nur einmal gemacht – dem hätte ich Gift in den Kaffee gekippt“, provozierte sie die Maiers, worauf der verkaterte Anton nur meinte: „Wenn ich ihr Mann sein müsste, dann hätte ich den Kaffee gerne getrunken!“

Heiter ging es weiter, denn Ritas Bruder, der Juwelenhändler Karl-Otto Edelstein kam mit seiner Gattin Agathe bei den Maiers zu Besuch und sorgte für reichlich Turbulenzen. Nicht zuletzt der schreckliche Verdacht, Markus und Anton Maier seien in einen Verkehrsunfall, eine Schießerei und in den Einbruch in ein Juweliergeschäft während ihrer durchzechten Nacht verwickelt worden, sorgte für Spannung und viel gute Laune bis zum letzten Akt.

Quelle: op-online.de

Kommentare