Spendensammeln im Wettbewerb

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Ghana-Hilfe-Verein Nima kommt in Sachen Hilfsbereitschaft nicht zur Ruhe

Münster ‐ Bei der Münsterer Familie Frey dreht sich auch in der Zeit „zwischen den Jahren“ alles nur um eines: den Ghana-Hilfe-Verein Nima. Von Jasmin Frank

„Ja, wir haben wirklich viel zu tun, denn wir haben im Januar eine große Aktion anstehen, die für den Verein sehr wichtig ist“, meint Anna Zaaki, vor deren Tisch sich zahlreiche Briefe, Schriftstücke und Plakatentwürfe stapeln. Ihre Tochter Malaika zeigt auf ein Foto und ruft begeistert: „Da ist ja der Bunjamin!“ Schon vier Mal war die Dreijährige in Ghana und hat dort gemeinsam mit ihren Eltern die verschiedenen Initiativen besucht.

Ein Waisenhaus wird von der engagierten Münsterer Familie und den etwa 100 Mitgliedern betrieben, eine Partnerschule unterstützt und es gibt in der Hauptstadt Accra das Junior-Programm in Nima, das namensgebend für den Verein ist. „Dort unterstützen wir Kinder und Jugendliche bei der Schulausbildung und auf dem Weg in den Beruf“, informiert Zaaki.

Sammler gewinnt Reise nach Tuba

In diesem Jahr war der Bau eines Praktikantenhauses vorangetrieben worden, in dem auch Gäste übernachten können. „Wir haben ja immer wieder Unterstützer, die sich vor Ort über unser Projekt informieren wollen. So ist es dann kein Problem mehr, in Tuba zu bleiben und das Waisenhaus und die Schule mal genauer kennen zu lernen“, informiert die Münsterin.

Zudem läuft gerade ein von dem Team ausgelobter Spendenwettbewerb aus, bei dem jeder Spender noch weitere Geldgeber finden muss, die jeweils zehn Euro geben sollten. Wer am meisten gesammelt hat, kann eine Reise nach Tuba gewinnen.

Ghana-Hilfe-Verein Nima kommt in Sachen Hilfsbereitschaft nicht zur Ruhe

Aber auch die Praktikantinnen brauchten eigene Räumlichkeiten, denn mittlerweile finden sich junge Menschen aus ganz Deutschland, die ehrenamtlich für sechs Monate nach Ghana gehen wollen. „Wir haben lange gesammelt. Dass wir genug Geld für das Praktikantenhaus zusammen bekommen haben, verdanken wir vor allem der HSE-Stiftung Darmstadt, dem Kreisausschuss des Landkreises Darmstadt-Dieburg und der Stiftung der Frankfurter Sparkasse. Aber auch viele kleine Spenden von Unterstützern aus der Region haben dazu beigetragen“, freuen sich Monika und Günter Frey, Zaakis Eltern.

Taschen, Hefte, Stifte und Bücher

Sie sind ebenfalls voll engagiert und planen auch rege mit. Derzeit geht es um einen deutschlandweiten Wettbewerb einer Drogeriemarktkette. „Von über 4.500 Teilnehmern ist nur die Hälfte in die zweite Runde gekommen und wir sind noch mit dabei. Jetzt werden wir vom 17. bis 22. Januar im neuen Münsterer DM-Markt einen Stand haben und die Besucher müssen entscheiden, ob unser Hilfsprojekt weiterkommt oder ein anderes aus Dieburg, das sich auch vorstellen wird“, erläutern die Freys das Prozedere.

Doch nun mussten sie ihre Planung erst einmal unterbrechen, denn sie hatten noch einen Termin im Kindergarten „Im Rüssel“. Dort hatten die Jungen und Mädchen Geschenke für die Kinder in Ghana gesammelt, alles rund um das Thema Schule: Taschen, Hefte, Stifte und Bücher. Nicht nur der Münsterer Nachwuchs unterstützt den Verein, auch Tischtennisprofi Jörg Roßkopf engagiert sich für die Münsterer Initiative.

Junior-Programm im Vordergrund

„Wir sind froh, über jeden, der uns hilft und mit dabei ist. Vor allem für die Schulbesuche der Kinder in Ghana benötigen wir Geld, denn das ist dort richtig teuer“, erläutert Zaaki. Schon ab 30 Euro im Monat kann eine persönliche Patenschaft übernommen werden, zum Teil schreiben sich Kinder und Spender schon seit Jahren Briefe. Nachdem nun im vergangenen Jahr das Praktikantenhaus im Vordergrund stand, soll es nun vermehrt um das Junior-Programm gehen. Doch damit die Projekte vorangetrieben werden können, wird vor allen Dingen eines benötigt: viel Unterstützung.

Und die kann das Münsterer Team auch im Januar gebrauchen, wenn über die Teilnahme am Wettbewerb abgestimmt wird, an dessen Ende ein großer Geldbetrag zu erlangen ist, der den Kindern in Ghana zu Gute kommen soll. „Deshalb freuen wir uns über jeden, der kommt und für uns abstimmt“, meint Zaaki und hofft, dass viele Münsterer teilnehmen werden.

Quelle: op-online.de

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