Sportabzeichen

Die 100 nicht ganz erreicht

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37 Münsterer Kinder und Jugendliche legten in diesem Jahr ihr Sportabzeichen ab. Von den Verantwortlichen des VfL Münster erhielten sie nun dafür Urkunden und Anstecker.

Münster - In diesem Jahr feiert das deutsche Sportabzeichen seinen 100. Geburtstag. „Wir wollten deshalb unbedingt 100 Abnehmer bekommen.

Trotz der Bemühungen hat es mit 89 Teilnehmern am Ende nicht ganz gereicht“, berichtete Jakob Heinz im Dachgeschoss des Storchenschulhauses. Dorthin lud der VfL Münster zur alljährlichen Vergabe der Urkunden und Abzeichen an die 37 Kinder und 52 Erwachsenen ein. Es standen Plätzchen auf den Tischen, mit Günther Frühwein und dessen Klarinette gab es sogar eine musikalische Einlage. Auch wenn der VfL die 100 Teilnehmer nicht ganz erreichte, konnte sich das Ergebnis sehen lassen. So lag die Zahl um 30 Prozent höher als im vergangenen Jahr. Auch Neulinge, neun Kinder und 13 Erwachsene, wurden verzeichnet. Der älteste Teilnehmer war 77 Jahre alt, der jüngste feierte im Oktober diesen Jahres seinen sechsten Geburtstag.

Nach den neuen Regularien sind ab 2013 für Gold, Silber oder Bronze keine mehrfachen Wiederholungen des Sportabzeichens mehr ausschlaggebend, sondern rein die Leistung. „Das war eine Änderung, die sich in dieser Form eher als nachteilig erwies. Es musste deutlich mehr Zeit und Aufwand von den Prüfern investiert werden, was zu einer Überlastung führte“, weiß Gerhard Kenke vom VfL. Laut seinen Informationen werden deshalb vom Deutschen Olympischen Sportbund erneut Veränderungen angestrebt. Die stünden aber noch nicht ganz fest, Informationen dazu werden im Frühjahr des neuen Jahres erwartet.

Familiensportabzeichen für fünf Personen (drei Generationen)

Bei den Familiensportabzeichen wurden 27 Auszeichnungen von Kindern, Eltern und Großeltern erreicht. Dabei taten sich die Familie Lang/Schledt mit fünf Personen (drei Generationen) hervor. Vier Personen schafften es bei der Familie Frühwein/Pfeuffer (zwei Generationen). Bei den Kindern und Jugendlichen von sechs bis 17 Jahren holten Gold Lucie Besken, Isabelle Biehle, Marieke Euler, Mara und Ruben Feuchtinger, Tom Frühwein, Philine Herd, Lennard Keil, Jill Mautulis, Nico Pfeuffer, Eliano Santoiemma, Jannis und Niklas Schledt, Lenny Schneider, Jeremy Waldmann und Angelika Wolf. Bei den Erwachsenen Teilnehmern war auffallend, dass Dreiviertel der Teilnehmer Gold erreichten.

Über Gold mit mehr als zehn abgelegten Sportabzeichen freuten sich Heinz Willi Dubbel, Herbert Ebeling, Karl-Heinz Streit, Richard P. Waldschmitt, Heide und Gerhard Kenke, Susanne Purwin, Corinna Schledt und Renate Heinz. Ebenfalls mit Gold und einer Vielzahl an Wiederholungen (in Klammern) fielen die Ehrungen von Walter Lang (20), Bernd Bellgardt (27), Anneliese Kreher (28), Jakob Heinz (30), Marion Dreieicher (33) und Günther Frühwein (34) ins Auge. Auch 2014 bietet der VfL die Abnahme des Sportabzeichens und die dazugehörigen Trainingsmöglichkeiten an. Dafür muss man nicht im Verein sein.

Seit über 25 Jahren ist Jakob Heinz beim VfL „Mister Sportabzeichen“ und kümmert sich in besondere Weise um die großen und kleinen Anwärter. Mit 74 Jahren will er es zukünftig nun etwas ruhiger angehen lassen. Um immer noch genügend Prüfer und Betreuer zu haben plant der VfL deshalb, die Abnahme des Sportabzeichens mit dem TV Dieburg zu koordinieren. „Dafür werden die Dieburger ins Gersprenzstadion kommen“, weiß Gerhard Kenke zum bisherigen Stand der Dinge. Mitte bis Ende April soll´s wieder losgehen.

mj

Quelle: op-online.de

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