Spritzige Wehr-Aktion an Aueschule

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Mit dem Teleskopmast den „verletzten Schulkameraden“ auf der Bahre vom Dach geborgen.

Münster - Die flotten Uniformen gefallen Julia „sehr gut“, die Schau-Übung der jungen Feuerwehrleute sei „sehr unterhaltsam“ und überhaupt anerkennt sie, „dass das sehr wichtig ist, was die da so üben und machen“. Von Thomas Meier

Aber selbst Feuerwehrfrau zu werden, steht für die Elfjährige nicht zur Debatte: „Ich werde mal Modedesignerin. “.

„Zumindest haben wir Interesse geweckt und sie hat sich mit unserer Arbeit auseinander gesetzt. Das ist schon was“, freut sich dennoch Thilo Becker, stellvertretender Jugendfeuerwehrwart in Altheim und Sprecher der Jugendwehr Münster, die gestern mit einer spritzigen Aktion vor 180 Fünftklässlern der Schule auf der Aue aufwartete. Eine Landesaktion nahmen die Nachwuchs-Brandlöscher zum Anlass, an Kinder heranzutreten,um sie für die Wehr zu begeistern.

Die Hessische Jugendfeuerwehr hat ein Flugblatt entworfen, das alle Fünftklässler im Land bekommen. Und in Münster waren sich die beiden Ortsteilwehren schnell einig, daran anzuknüpfen und was an der Schule auf die Beine zu stellen, an der der potenzielle Münsterer Nachwuchs paukt.

Von 9.30 bis 12 Uhr wurden zwei Schülergruppen Schauübungen und Vorführungen der Jugendwehrmitglieder präsentiert, von denen 26 in Münster organisiert sind und 27 in Altheim. Den Aue-Schülern zeigten sie einen Wasserwerfereinsatz, eine Rettungsübung mit dem Teleskopmast und eine Brandangriffsübung. Dann durften die Pennäler selbst Hand anlegen am Strahlrohr mit der Wasserspritze. Wer sich für die Technik begeisterte, bekam Gelegenheit, sich die großen Fahrzeuge hinter der Gersprenzhalle genauestens anzuschauen. Übungsleiter Stefan Schneider und seine Mannen ließen sich gerne Löcher in den uniformierten Bauch fragen.

Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite der Jugendfeuerwehr

Die Führungskräfte der Jugendwehren betonten, für die Unterstützung der Schule sehr dankbar zu sein. Thilo Becker: „Ohne eine derart barrierefreie Zusammenarbeit sind solche Aktionen nur schwer realisierbar.“ Doch rannten die Wehrleute bei den Pädagogen auch offene Türen ein. Die Fünftklasslehrerinnen Elisabeth Gück, Melanie Schuh und Jennifer Thomas etwa lobten die Aktion, bei der die Schüler selbst aktiv werden durften. „Das begeistert hier alle, das sieht man ja an den strahlenden Gesichtern.“

Dem pflichtet auch der elfjährige Alexander bei, den vor allem die Maschinen der Wehr faszinieren. Wäre er nicht mit Handball, Gitarre und Trompete in seiner Freizeit schon genügend beschäftigt, er würde sicher auch mal vorbeischauen bei der Jugendwehr. Die trifft sich mittwochs ab 18 Uhr am Feuerwehrhaus in Münster, und ebenfalls mittwochs in Altheim kommt die Nachwuchswehr dort am Feuerwehrhaus zusammen, allerdings um 18.30 Uhr.

Quelle: op-online.de

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