Von Sternen, Elchen und Engeln

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Hier wird hart gearbeitet: Viele fleißige Hände ergeben viele schöne Weihnachtsfilzanhänger.

Münster ‐ Weihnachtsstress? Den kennen die Frauen des aktuellen Kurses der Münsterer Kreativwerkstatt von Christiane Seib nicht. Von Jasmin Frank

„Wir können hier ganz wunderbar entspannen, es ist eine Auszeit für uns, eine Abwechslung zum Alltag. Außerdem haben wir so auch schon unserer Dekoration zusammen“, sind sich die Teilnehmerinnen des Angebotes „Weihnachtswerkstatt – Filz“ einig. Sie sitzen gemeinsam in Seibs Atelier rund um einen großen Tisch, plaudern und nähen, während im Hintergrund ein Holzofen für behagliche Wärme sorgt.

Dabei entstehen unter den Händen der sechs kreativen Frauen Engel, Sterne, Tannenbäume und Elche, die aus farbigen Filzplatten ausgeschnitten und dann entweder direkt mit Garn und Perlen verziert werden, oder aber doppelt genäht werden, so dass sie sich zum Füllen oder Aufstellen eignen. „Ich nähe auch zu Hause gerne und mache beispielsweise Kinderkleidung, deshalb finde ich die Arbeit hier auch gar nicht schwierig. Bei mir in der Familie können alle Frauen nähen, auch meine Mutter und meine Großmutter“, erzählt Monika Bienek aus Eppertshausen stolz.

Hier wird hart gearbeitet: Viele fleißige Hände ergeben viele schöne Weihnachtsfilzanhänger.

Ganz anders ist das Erlebnis für Melanie Stenzel, die noch gar keine Vorkenntnisse hatte und schmunzelt: „Es hat schon ein bisschen gedauert, bis ich so richtig loslegen konnte, aber mittlerweile geht es ganz gut. Ich mache auch nicht so etwas schwieriges, sondern fertige mehrere Elche, die ich dann als Girlande an meine Haustüre hängen will.“ Neben ihr ist ihre Mutter Marion mit einer komplizierteren Aufgabe befasst. „Ich nähe mir einen großen Stiefel, an den dann viele kleine Sterne geheftet werden, auf denen wiederum Knöpfe angebracht sind“, informiert die Münsterin, die ihre Tochter zu dem Kursus von Christiane Seib kurzerhand mitgebracht hat. „Wir wollten uns die Kreativwerkstatt einfach mal anschauen, um zu sehen, wie es hier so ist. Danach können wir uns besser entscheiden, ob wir noch weitere Kurse besuchen wollen. Aber so gut, wie es uns bis jetzt gefällt, sind wir im nächsten Jahr sicher wieder mit dabei“, sind die beiden Stenzels überzeugt.

Den passenden Kurs zu finden, fällt bei der großen Auswahl der Kreativwerkstatt auch nicht schwer: Neben der Gestaltung mit Filz kann auch mit Pappmachee gearbeitet, fotografiert oder gemalt werden. Nicht nur Erwachsene sind hier willkommen, auch Kinder finden etwas, was ihnen Spaß macht, und natürlich gibt es auch Angebote für alt und jung gemeinsam, also für die ganze Familie. „Ich selbst beschäftige mich immer wieder gerne mit den unterschiedlichsten Materialien und Verarbeitungstechniken. Aber meine große Liebe ist doch die Acrylmalerei, die mich einfach noch immer sehr begeistert“, schwärmt Seib.

Nun legt die Kreativwerkstatt erst einmal eine kurze Winterpause ein.

Im nächsten Jahr geht es dann weiter mit dem neuen Programm. Ab Januar ist es einzusehen auf der Internetseite der Kreativwerkstatt.

Auch Urike Döbel ist davon fasziniert, hat sie doch auch schon in diesem Bereich an einem Kursus teilgenommen. „Mir ist es zwar schwer gefallen, mich im Kopf so richtig frei zu machen und einfach drauflos zu malen. Aber auch wenn ich damals kein solches abstraktes Bild zu Wege gebracht habe wie die anderen, bin ich mit meiner gegenständlichen Variante auch zufrieden“, lächelt die kreative Mutter, die auch selbst Silberschmuck anfertigt. Kursleiterin Seib kann sie in ihrer Ansicht nur bestätigen und meint: „Hier gibt es ja keine Vorgaben, was gemalt oder genäht werden soll. Jeder macht einfach das, was ihm in den Sinn kommt oder was ihm besonders liegt.“

Und so verwundert es auch nicht, dass in dem Sammelsurium aus weihnachtlichem Filzschmuck nicht nur Kugeln, Sterne und Elche zu finden sind, sondern auch ein vorwitziger Weihnachts-Hase aus dem Stapel hervorlugt.

Quelle: op-online.de

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