Steter Tropfen höhlt Prozess

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Dieses Bild soll bald der Vergangenheit angehören: Regentropfen aus dem undichten Dach werden in Münsters Kulturhalle immer noch in Plastikeimern aufgefangen, damit das Parkett nicht noch mehr leidet.

Münster ‐ Der neun Jahre währende juristische Streit um eklatante Mängel an der Kulturhalle ist durch einen Vergleich beigelegt worden. Die Gemeinde Münster einigte sich mit dem verklagten Architekten auf eine Zahlung von über 153.000 Euro. Von Thomas Meier

Bürgermeister Walter Blank und Rechtsanwalt Jochen Zweschper, der die Gemeinde im Rechtsstreit vertrat, berichteten am Montagabend auf einer Pressekonferenz vom Ergebnis des bereits am 26. Juli vor dem Landgericht Darmstadt geschlossenen Vergleichs.

Auf Nachfrage unserer Zeitung bestätigte der Amtschef: „Das Geld haben wir schon!“, um gleich nachzusetzen: „Sonst wären wir wesentlich zurückhaltender.“

Blank zeigte sich zufrieden mit dem Ausgang des langwierigen Rechtsstreites. Zwar bedauerte er, dass die Gemeinde habe fast neun Jahre auf das Ergebnis warten müssen, doch: „Jetzt können wir endlich zur Tat schreiten und die Mängel an der Kulturhalle beseitigen lassen.“

Los geht es dort, wo beim Rohbau sonst Schluss ist, am Dach. Bis Ende des Jahres, so hofft der Verwaltungschef, soll es endlich dicht sein.

Quelle: op-online.de

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