Münster erfüllt alle Bedarfszahlen spätestens ab 2020

Stolz auf Kitaplatz-Ausbau

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Detlef Pröve erläuterte vor rund 50 Besuchern am Donnerstagabend im Rathaus-Sitzungssaal die Entwicklung auf dem Kindergartenplatz-Sektor der Gemeinde Münster. Bürgermeister Gerald Frank zog das Fazit, man könne stolz sein auf das Erreichte.

Münster - Es hat sich in der Gemeinde einiges getan in der Betreuungslandschaft für Kinder im Vorschulalter. Und dies will die Verwaltung vor allem den Eltern nicht vorenthalten, weshalb sich am Donnerstagabend rund 50 Gäste zu einer Informationsveranstaltung im Rathaus einfanden. Von Thomas Meier 

Der bedarfsgerechte Kita-Ausbau war Thema des Abends, zu dem Bürgermeister Gerald Frank und Detlef Pröve, Leiter der Abteilung Soziales, Kinder- und Jugendförderung, Rede und Antwort standen. Bereits vor einem Jahr hatten sie über den damaligen Ist-Stand und Absichten berichtet, jetzt lieferten sie ihrem Publikum aus Eltern und einigen Kommunalpolitikern erneut Fakten. Was sich seither getan hat: Ein neuer Träger wurde gefunden, um 50 weitere Plätze für Kinder über drei Jahren (Ü3) anzubieten; der Rüssel-Kindergarten konnte in sein Stammhaus zurückziehen; in Altheim entsteht derzeit ein Anbau für eine neue Kindergruppe sowie Sozialräume für die Mitarbeiter; an der Kinderinsel soll noch in diesem Jahr ein Neubau mit 50 Plätzen für Ü3-Kinder fertiggestellt werden.

Die Gemeinde kommt mit dem benötigten Ausbau an Kindergartenplätzen gut voran, wird 2020 alle gesetzlichen Vorgaben erreicht, wenn nicht in Einzelpunkten gar übererfüllt haben. Dies ist die Kernaussage der Verwaltung. Pröve erinnerte an die Bestandszahlen der Kita-Plätze von 2015. Für Kinder unter drei Jahren (U3) waren zu dem Zeitpunkt 62 Plätze im Ort besetzt, wobei man Kapazität für 69 Kinder gehabt hätte. Laut Gesetzgeber hätte man ein Soll von 105 U3-Plätzen aufweisen sollen. Bei den Ü3-Kindern waren 423 Plätze belegt, das Soll betrug 459. Der Rückblick zum Ausbauplan März 2017 ergab laut Kita-Bedarfsvorgabe des Kreises 109 Krippenplätze und 476 für den Elementarbereich, also Ü3. Die Zahl an U3-Plätzen liegt derzeit bei 116, für Ü3 bei 468. Insgesamt soll die Gemeinde derzeit 649 Kita-Plätze ausweisen, die Ist-Zahl lautet 584.

Der Bestand an Kita-Plätzen nach Ausbau aller Vorhaben sieht im Jahr 2020 so aus, dass alle Ziele erreicht sind, die Gemeinde für 42,6 Prozent aller im Ort lebender Krippenkinder einen Platz anbieten kann, wobei die gesetzliche Vorgabe bei 40 Prozent liegt. Im Elementarbereich werden für 98,3 Prozent der Ü3-Kinder Plätze geboten. Nach Pröves erfreulichen Rück- und Ausblicken auf Kitaplatz-Bedarfszahlen sagte Bürgermeister Frank, man könne stolz auf das Erreichte sein. In Altheim komme der Anbau gut voran, für die Aus- und Anbauten an der Kinderinsel habe man alle Planungen eingereicht.

So können Eltern das kindliche Selbstbewusstsein stärken

Gerade zu letzterem Vorhaben kam auch die erste Nachfrage aus dem Publikum: Was, wenn der Anbau nicht wie geplant und versprochen fristgerecht zum September dieses Jahres fertig sein wird? Die Frage nach einem Notfallplan wollte Frank so nicht beantworten, man gehe von fristgerechter Fertigstellung aus. Sollte wider Erwarten etwas dazwischen kommen, werde man eine Übergangslösung finden.

Die anschließende Diskussion um die Gebührengestaltung zu den Kindergartenplätzen währte nur kurz. Die Eltern wussten von der im Land im April beschlossenen Neuerung: Wie bereits jetzt das dritte Kindergartenjahr werden künftig in Hessen alle drei Kindergartenjahre beitragsfrei sein. Diese Regelung gilt ab dem 1. August für die normalen Öffnungszeiten – für jeweils sechs Stunden am Tag. Dies betrifft alle Kita-Plätze, egal unter welcher Trägerschaft. Und die Eltern müssen nichts tun, die Umstellungen werden alle von der Gemeinde geleistet.

Quelle: op-online.de

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