Alternative Sportstätte?

+

Münster - Wie realistisch ist ein neues Sportzentrum in Münster? Wo könnte es entstehen? Und was würde aus dem Gelände am Mäusberg? Dazu stellte die LBBW-Immobilien Kommunalentwicklung GmbH im Gemeindeparlament eine mögliche Bebauung an der Beune und eine denkbare Nachnutzung auf dem SV-Areal vor.

Tenor der Empfehlung: Die Verwirklichung eines Sportzentrums an der Beune ist unrealistisch, weil neue Genehmigungen zur Umwidmung des als Wohn- und Gewerbegebiets vorgesehenen Geländes notwendig und viel Zeit kosten würden. Beim SV Münster trafen sich jetzt politische und vereinszugehörige Kümmerer, um die nächsten Schritte zu planen. .

Dabei tauschten sich fünf Vertreter des SV Münster, zwei der FSV Münster, zwei der CDU-Fraktion, zwei der SPD-Fraktion, vier der ALMA-Fraktion und Bürgermeister Walter Blank aus. Gastgeber war der SVM-Vorsitzende Martin Peußer, der auch für die CDU im Gemeindeparlament sitzt. „Das war eine top Diskussion“, lobte er.

Gesprochen wurde am Sonntag über die Studie selbst, die sich die Vertreter aus Politik und Vereinen inzwischen näher angeschaut haben. Einige der genannten Zahlen, die sich letztlich etwa zum 14-Millionen-Euro-Betrag für die Maximallösung beim Sportzentrum summierten, wurden als fragwürdig angesehen. So sprach Peußer bei den Kunstrasen-Angeboten, die sich der SV Münster eingeholt hatte, von 300.000 bis 400.000 Euro an Kosten. Die Studie nannte hier einen doppelt so hohen Betrag. Auch die Erlösstruktur für die mögliche Veräußerung des Mäusberg-Areals will man prüfen lassen.

Als übergeordnetes Ziel der noch losen Versammlung der Vereinsvertreter und Kommunalpolitiker, die demnächst in eine Arbeitsgruppe unter enger Vernetzung mit dem Bau-, Planungs- und Umweltausschuss des Gemeindeparlaments münden könnte, dürfte sich ergeben: Die Gruppe soll – voraussichtlich bis Ende dieses Jahres – Klarheit schaffen, ob es für ein neues Münsterer Sportzentrum überhaupt noch denkbare andere Standorte als den an der Beune gibt. Ein Nein wäre zugleich die Antwort auf die Frage, ob ein Verlassen des SV Münster vom Mäusberg überhaupt noch im Bereich des Möglichen – oder alles beim Alten, dann aber wahrscheinlich mit Kunstrasen statt Hartplatz – bleibt.

Für den SV Münster stellte Martin Peußer unabhängig vom Treffen noch einmal heraus, dass Neubau- und Umzugsbestrebungen keinesfalls vom Verein selbst ausgegangen seien. „Wir haben uns nicht an die Politik gewandt, sondern nur den Bau unseres Kunstrasens beantragt. Dann kam die Politik auf uns zu.“ Der Vorsitzende betonte, er werde zu keiner Zeit qua Mandat im Parlament politischen Einfluss zugunsten seines Vereins nehmen.

(jd)

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare