Tage mit Vereinsolympiade und Forellen

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Drei Tage lang feierte der ASV sein Fischerfest in Münster. Am Samstag (Foto) luden kühle Temperaturen zwar nicht gerade zu einem langen Abend im Freien ein, wovon sich die Stimmung unter den Gästen unbeeindruckt zeigte – wie schon am Freitag zur Vereinsolympiade. Die meisten Fischfreunde versammelten sich Sonntagmittag.

Münster - Wenn die Angler in Münster ihr Fischerfest feiern, geben sie sich nicht mit halben Sachen zufrieden: Gleich an drei Tagen waren am Wochenende auf dem Vereinsgelände des ASV Unterhaltung, Geselligkeit und lukullische Genüsse rund um den Fisch angesagt. Von Michael Just

Bereits am Freitag stand eine Vereinsolympiade an, während am Samstag ein Alleinunterhalter aufspielte und am Sonntag die „Hinnergasse-Buwe“ für musikalischen Schwung sorgten.

Über genügend Helfer konnte sich Vereinsvorsitzender Markus Frühwein nicht beschweren: Zwischen 25 und 35 Mitglieder waren in jeder Schicht zu finden. „Da helfen sogar Leute mit, die nur zum Freundeskreis gehören“, lobte Frühwein so manches freiwillige Engagement. Dass man auf alle verfügbaren Kräfte angewiesen ist, machte der Münsterer unmissverständlich deutlich: „Diese drei Tage lassen sich wirklich als Großkampftage für uns beschreiben.“

Dass seit ein paar Jahren auch der Freitag dazu gehört, bezeichnet der Vorsitzende einerseits als Besonderheit, andererseits habe man sich damit durchaus eine zusätzliche Last aufgebürdet. Vor allem für die jungen Mitglieder bewahre man den Freitag, da von dieser Seite immer bemängelt worden sei, dass durch den Arbeitseinsatz am Samstag und Sonntag kaum Zeit bleibe, selbst ein bisschen zu feiern.

Mit der „Vereinsolympiade“, die am Freitagabend bei Rockmusik die Rekordzahl von 19 Münster Gruppen und Stammtischen zum Darten, Würfeln, Nagelschlagen und Basketballwerfen anzog, entspreche man diesem Wunsch, am ersten Abend vor allem für die jüngere Generation etwas im Angebot zu haben.

Vor allem das Wetter trieb Frühwein am Wochenende immer wieder Sorgenfalten auf die Stirn: „Würde es jetzt länger regnen, wäre das eine Katastrophe.“ Das treffe vor allem auf den Haupttag am Sonntag zu. So könne man Getränke und vieles mehr zurückgeben, aber nicht den gelieferten Fisch. „Der ist frisch. Den haben wir, egal was passiert. Der Verein tritt mit viel Risiko als Geschäftsmann auf und hat einen vierstelligen Betrag vorgelegt“, konstatiert Frühwein. Meistens sei man aber von bösen Wetter-Überraschungen verschont geblieben.

Das Gegenteil war im vergangenen Jahr der Fall: Bei Sonnenschein wurde der ASV sonntags regelrecht überrannt. Bei optimalem Wetter hieß das für die Gäste über eine Dreiviertelstunde anstehen. „Die Forellenzubereitung ist immer das Kritischste“ sagt Frühwein. „Die brauchen ihre Zeit, bis sie durch sind.“ Einem plötzlichen Ansturm an der Essenausgabe lasse sich da nicht immer sofort nachkommen. Trotzdem habe es dieses Jahr eine Änderung gegeben. „Statt drei Grills haben wir jetzt vier. Die können wir alle parallel hochfahren.“ Auch wenn man am Sonntag weitgehend ohne Sonnenschein auskommen und dazu das erste Ferienwochenende kompensieren musste, strömten viele Münsterer zum Vereinsheim „auf der Dörrnwiese“. „Man merkt einfach, dass es den Leuten primär ums Fischessen geht“, sagte der zweite Vorsitzende Wolfgang Otto. Das bestätigte auch Markus Frühwein: „Wenn Fischerfest ist, bleibt bei den meisten Münsterern zuhause die Küche kalt.“

Quelle: op-online.de

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