Tod auf Gegenfahrbahn

+
Für einen Autofahrer aus Lindenfels kam bei diesem Unfall jeder Rettungsversuch zu spät. Er war aus ungeklärter Ursache auf der B 26 in Höhe Altheim bei seiner Fahrt Richtung Babenhausen auf die Gegenfahrbahn und in einen Lastwagen gekommen.

Münster-Altheim - Gleich zwei kapitale Unfälle mit einem Toten und mehreren Verletzten ereigneten sich gestern Vormittag zeitnah in Münster und Altheim. Zu einem Zugunglück mit Regionalbahn und Pkw kam ein schlimmer Zusammenstoß von zwei Autos und einem Lastkraftwagen hinzu. Von Thomas Meier

Tödlich endete für einen 31-jährigen Autofahrer aus Lindenfels ein Unfall auf der B 26 in Höhe Altheim, der sich gestern um 11.55 ereignete. Beteiligt waren an dem Unglück ein Lastkraftwagen und zwei Personenwagen. Der 31-jährige Lindenfelser befuhr die Bundesstraße in Richtung Babenhausen. Er kam aus bisher noch nicht geklärter Ursache plötzlich nach links in den Gegenverkehr und kollidierte mit einem entgegenkommenden Lkw eines 49-jährigen Fahrers aus Wenigumstadt. Das Auto wurde nach rechts in die Leitplanke gedrückt.

Der Lastwagen prallte anschließend seitlich mit einem 32-jährigen Pkw-Fahrer aus Babenhausen zusammen, der zuvor hinter dem Unfallverursacher fuhr.

Zweieinhalb Stunden voll gesperrt

Der 31-jährige Fahrer aus Lindenfels wurde tödlich verletzt, der Fahrer des Lastkraftwagens erlitt einen Schock, der dritte beteiligte Autofahrer blieb unverletzt. An den drei Fahrzeugen entstand laut Polizeibericht ein Gesamtschaden von etwa 65.000 Euro.

Zur Klärung der Unfallursache wurde ein Sachverständiger an die Unfallstelle hinzugerufen. Außer der Polizei waren Notarzt, Rettungswagen, Freiwillige Feuerwehr Münster und die Straßenmeisterei eingesetzt. Die Bundesstraße 26 musste für zweieinhalb Stunden voll gesperrt werden, es erfolgte eine weiträumige Umleitung.

Nicht ungeklärt, aber äußerst ominös beibt die Ursache eins Zusammenstoßes zwischen einer Regionalbahn und einem Personenkraftwagen auf der Bahnstrecke zwischen Eppertshausen und Münster, bei der ein 63-jähriger Autofahrer leicht verletzt ins Krankenhaus musste, aber gleich wieder entlassen werden konnte.

Vollgas reichte nicht ganz

Der Münsterer kam gegen 11.15 Uhr an den im Feld zwischen den beiden Orten gelegenen Bahnübergang, der zwar unbeschrankt, doch mit Andreaskreuz und Lichtzeichenanlage versehen ist. Als er des herannahenden Regionalzuges gewahr wurde, war er bereits auf der Gleisanlage. Er gab zwar Vollgas, doch reichte dies nicht ganz: Der Zug touchierte trotz eingeleiteter Vollbremsung das Heck des Wagens.

Der Münsterer Autolenker versicherte Beamten der Bundespolizeiinspektion Bahn aus Frankfurt, weder das Lichtzeichen gesehen zu haben noch sei ihm das Andreaskreuz aufgefallen. Und tatsächlich stellten die Polizisten fest, dass an beiden Warnzeichen manipuliert worden war. Lichtzeichenanlage wie auch Andreaskreuz waren mutwillig verdreht worden.

Mit einem Schock kam der Autofahrer ins Krankenhaus. Die zehn Fahrgäste der Regionalbahn setzten ihre Fahrt in von der Bahn herbeigerufenen Taxis fort.

Quelle: op-online.de

Kommentare