Für U3-Betreuung landesweit vorn

+
Bautechnikerin Christina Klippel (rechts) und Bauphysiker Guido Mrziglod (links) erläuterten Bürgermeister Walter Blank und Gemeindemitarbeiterin Luise Schmidtke den Baufortschritt.

Münster - Während die Gemeinde sich in Sachen Bauvorhaben derzeit mit zahlreichen problematischen Sanierungsfällen wie der Gersprenzhalle, der Kulturhalle und dem Haus der Kinder beschäftigen muss, gibt es doch auch einen Neubau, bei dem alles gut zu funktionieren scheint: Von Jasmin Frank

Die Kinderinsel, die zwischen Altheimer Straße und Friedrich-Ebert-Straße zur Betreuung von Kindern unter drei Jahren erstellt wird und voll im Zeitplan liegt. Und auch bei den geschätzten Kosten von rund 1,4 Millionen Euro ist noch alles im grünen Bereich. .

„Schon jetzt kann man sehr gut die vier Bereiche des Gesamtgebäudes erkennen, denn es entstehen vier Riegel mit insgesamt drei Flachdachzwischenräumen. Es gibt also vier Gruppenräume, vier Schlafräume und vier Wickelbereiche“, erläutert Bautechnikerin Christina Klippel. Sie ist gemeinsam mit Bauphysiker Guido Mrziglod auf der Baustelle, um sich mit den ausführenden Handwerkern, aber auch mit Bürgermeister Walter Blank und Gemeindemitarbeiterin Luise Schmidtke abzustimmen.

Blank ist von dem Ausbau der so genannten U3-Betreuung überzeugt: „Wir haben schon zahlreiche Interessensbekundungen, mehr, als Plätze zur Verfügung stehen. Deshalb können wir heute davon ausgehen, dass ab der Eröffnung im neuen Kindergartenjahr 2012 alle Plätze ausgebucht sein werden.“

Das Bauvorhaben schreitet schnell voran, erst im Sommer wurde es begonnen und schon jetzt nimmt es konkrete Formen an. Im kommenden Frühling kann es, je nach Winterwitterung, bereits frühzeitig fertig gestellt sein. „Wir arbeiten in Holzrahmenbauweise, was nicht nur schnell geht, sondern auch energetisch sinnvoll ist, da hierbei eine ausreichende Dämmung schon im Baumaterial enthalten ist. Auch die Fensterfronten wurden zur Südseite hin ausgerichtet, so wirken die Räume groß und hell“, erklärt Klippel, die vor allem von dem Konzept der vier Riegel überzeugt ist: Sie stehen leicht schräg zueinander versetzt und ergeben so ein lockeres Gesamtbild. Während die Schlafräume äußerst dunkel wirken, fallen in den Gruppenräumen niedrige Mauerausschnitte auf – sie dienen als Fenster für die Kleinkinder, damit sie auf Augenhöhe auch nach draußen schauen können.

Vor der Kita erwartet die 40 Kinder und etwa zehn Erzieherinnen ein großzügiges Außengelände. Doch nicht nur optisch besticht der Neubau, wie Mrziglod erläutert: „Der Holzrahmenbau ermöglicht einen besseren Wärmeschutz als Steinbauweise, so dass wir eine hohe Energieeffizienz aufweisen. Zudem haben wir eine spezielle Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung vorgesehen, so dass die Energieeinsparverordnung noch um etwa 15 Prozent unterschritten wird.

Bürgermeister Blank fällt insbesondere die Höhe der Räume auf und er meint, dass die auf kleine Kinder noch stärker wirken müsse. Technikerin Klippel kann jedoch beruhigen: „Es werden überall noch Zwischenebenen eingezogen, die als zusätzliche Spielflächen dienen werden, so wird die Raumhöhe optimal genutzt.“

In den Innenräumen wird viel Glas eingebracht, damit die Erzieherinnen von den Wickelbereichen aus die Jungen und Mädchen im Auge behalten können. Um die Experten herum herrscht rege Betriebsamkeit, derzeit werden alle Fenster eingebaut und die Elektriker sind ebenso zu Gange wie die Installateure. „Die Zimmer- und Dachdeckerarbeiten sind weitgehend fertig und wir hoffen, dass wir auch weiterhin so gut im Zeitplan bleiben“, informiert Schmidtke.

Die Münsterer Eltern können sich jedenfalls freuen: In der U3 Betreuung liegt Münster im hessischen Vergleich nach der Eröffnung der Kinderinsel ganz vorne.

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare