Üben für die „Wilden Panther“

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Im Theaterstück, das die Aueschüler vorbereiten, wirft der vom Leben gebeutelte Max einen Blick in den Himmel, wo Engel ihn unter ihre Fittiche nehmen.

Münster - In der Kulturhalle herrscht am Montagvormittag eine Mischung aus Aufregung und Disziplin – die Generalprobe des Stücks „Wilde Panther“ von Günter Jankowiak des Theaterensembles der Schule auf der Aue ist in vollem Gange. Von Jasmin Frank

Während vor der Bühne die Musikgruppe ihre Instrumente stimmt, überprüfen die jugendlichen Techniker die Beleuchtung und die Schauspieler gehen nochmal ihre Texte durch. Dabei bewahrt Andreas von der Heyden die Ruhe – er ist Deutsch- und Sportlehrer sowie Leiter der Theatergruppe an der Aueschule. Schließlich machen die Kids das ja nicht zum ersten Mal: Vergangenes Jahr wurde vor ausverkaufter Halle und 950 Zuschauern gespielt, ein voller Erfolg also.

Das soll natürlich wieder so werden, deshalb wurde professionelle Unterstützung engagiert: Die freischaffende Regisseurin Ina Annett Keppel, die auch am Staatstheater Darmstadt aktiv ist, hilft voller Begeisterung bei der Inszenierung mit. Die Hauptarbeit aber machen die Schüler: Im Wahlpflichtunterricht fanden sich Bühnenbildner und Techniker zusammen, Kostüme wurden besorgt, eigens eine Band gegründet. Sie spielt während der Aufführung die von Musiklehrer Peter Lehmler, dem zweiten Leiter der AG, komponierte Musik. Mit dabei ist die 15-jährige Marie Hermanns an der E-Gitarre, die auch in der Schulband spielt und deshalb keine Probleme hatte, sich die vielen neuen Stücke anzueignen.

Die größte Herausforderung sind jedoch die Gesangseinlagen, denn die Schüler hatten in diesem Bereich noch keine Erfahrungen sammeln können. In der Schauspielerei jedoch sind sie erprobt, so gibt es an der Aueschule in der sechsten Klasse eine Etüden-Gruppe, die den Nachwuchs für die „große“ Theater-AG heranzieht. Doch nicht immer wird dieser vorgegebene Weg beschritten: Der 13-jährige Thomas Groh war nach der jüngsten Aufführung von „Blutsbrüder“ von Willy Russel so begeistert, dass er bei der Schauspieltruppe immer wieder mit Zitaten aus dem Stück vorsprach, bis er schließlich als Quereinsteiger genommen wurde. Und das nicht nur wegen der drei unterrichtsfreien Tag, auf die er mit einem Augenzwinkern hinweist.

Die Premiere ist am Donnerstag (25.) zu sehen, weitere Aufführungen gibt’s am Samstag (27.) und Sonntag (28.), jeweils um 20 Uhr in der Kulturhalle.

Dieses Jahr hat er sich sogar einen Teil der Hauptrolle erarbeiten können, denn Protagonist Max wird von drei Akteuren dargestellt, da sein Leben in verschiedenen Zeitabschnitten gezeigt wird. Unter anderem wirft der vom Leben gebeutelte Max sogar einen Blick in den Himmel, wo er von nicht ganz so braven Engeln unter ihre Fittiche genommen wird.

Wie Ina Annett Keppel einwirft, wird das Ende aber jetzt noch nicht verraten, denn wer auf den Geschmack gekommen ist, kann sich noch Karten im Vorverkauf zum Preis von fünf Euro (ermäßigt vier Euro) in der schuleigenen Mediothek, dem Spielwarengeschäft Spieltrieb und der Dieburger Bücherinsel besorgen.

Quelle: op-online.de

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