Auswirkungen auf Münster

„Umweltschäden und Lärmterror“

Münster/Dieburg - Als monströse Planung bezeichnet die Fraktion der Alternativen Liste Münster und Altheim (ALMA) die von der Stadt Dieburg und einem Investor betriebene Planung für ein Logistik-Center im Dieburger Dreieck nördlich und östlich von B 45 und B 26.

Als monströse Planung, die ohne Rücksicht auf die Umwelt und die zu erwartenden Schäden vor allem durch Lärm- und Staubemissionen an der Grenze Dieburgs zu Münster realisiert werden soll, bezeichnet die Fraktion der Alternativen Liste Münster und Altheim (ALMA) die von der Stadt Dieburg und einem Investor betriebene Planung für ein Logistik-Center im Dieburger Dreieck nördlich und östlich von B 45 und B 26.

Nach ihren Beratungen in der ersten Fraktionssitzung nach der Sommerpause am Donnerstagabend kündigte die ALMA-Fraktion ihren Widerstand gegen diese Planungen an und wirbt für die Unterstützung der Bürgerinitiative, die sich gegen dieses Vorhaben formiert hat. „Wir sind überhaupt nicht gegen die Ausweisung weiterer Gewerbegebiete durch die Stadt Dieburg, denn wohnortnahe Arbeitsplätze begrüßen wir“, begründet ALMA-Fraktionsvorsitzender Gerhard Bonifer-Dörr die Position seiner Fraktion: „Was dort aber seitens der Stadt Dieburg derzeit geplant wird, müssen wir angesichts der Ausmaße der Gebäude, des Verschließens von Frischluftschneisen und der zu erwartenden Verkehrsbelastung durch hunderte Lkw täglich entschieden ablehnen.“

Auch die Lärmbelastung für die Bürger im südlichen Bereich Münsters würde laut ALMA um ein Vielfaches steigen, wenn das riesige Lagergebäude die Rollgeräusche der vorbeifahrenden Züge reflektiert und nach Norden gen Münster abstrahlt. Bonifer-Dörr: „Wir wissen, dass für uns als Nachbargemeinde die rechtlichen Möglichkeiten begrenzt sind. Die Bürger, insbesondere aus Dieburg, müssen ihre Ablehnung deutlich artikulieren, um die Dieburger Stadtverordneten zur Einsicht zu bringen.“ Wo man könne, unterstütze man die Bürgerinitiative bei ihren Bemühungen. ALMA werde auf jeden Fall darauf drängen, dass die Gemeinde Münster ihre Bedenken jetzt in der Planungsphase deutlich formuliert und diese Planungen ablehnt. tm

Quelle: op-online.de

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