Umzug ins Containerdorf

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Frischer Sand in kleinem Kasten vor großem Containerdorf an der Stadthalle: Bald ist Umzug aus dem Haus der Kinder.

Münster - Der kleine Sandkasten vor dem riesigen Containerdorf entlang der kompletten Breitseite der Kulturhalle wirkt noch ein wenig verloren im abendlichen Gegenlicht, doch sollen sich bereits ab Dienstag, 29. Mai, hier die wegen dringender Sanierung zwangsauszusiedelnden Kleinen aus dem „Haus der Kinder“ tummeln. Von Thomas Meier

 Bereits am 21. Mai beginnt der Umzug aus der Stettiner Straße an den Abtenauer Platz, fünf Tage wird ein beauftragtes Fachunternehmen hiermit zu tun haben, erklärt Bürgermeister Walter Blank auf Nachfrage.

Das Haus der Kinder muss „vollumfänglich“ für rund 750.000 Euro saniert werden, wie es in Unionsschreibweise heißt. Einen kompletten Neubau für rund 1,4 Millionen Euro zu finanzieren, wie von der Opposition gewünscht, könne man sich für das erst 17 Jahre alte Haus der Kinder nicht leisten, so die Mehrheitsfraktion.

Zum zweiten Male steht also innerhalb nur kurzer Zeit der Umzug des kompletten kommunalen Kindergartens in ein Containerbehelf an. Denn kaum wurde die Baustelle im 1994 erbauten Haus der Kinder Mitte vergangenen Jahres nach Beseitigung eklatanter Wasserschäden geschlossen, wurde die Gemeinde auch schon der Schäden am Estrich mit dem einhergehenden Schimmelbefall gewahr.

Ersatzquartier im Containerlager

Die rund 85 Kinder nebst ihren gut zwei Dutzend Erzieherinnen bekommen Ersatzquartier im Containerlager. Vier Betreuungsräume á 52 Quadratmeter stehen im Blechdorf bereit, ein Personalraum, drei Intensivräume für Kleingruppen und pädagogische Arbeit mit je 27,4 Quadratmetern werden eingerichtet und eine Küche ist vorgesehen. In letztere Räumlichkeit wird die neue Kücheneinrichtung gebracht, die für rund 30 000 Euro erst im September vergangenen Jahres im damals gerade fertig sanierten Haus der Kinder eingebaut wurde.

Hinzu kommen ein Leitungsbüro von 13 Quadratmetern, ein Abstellraum (elf Quadratmeter) und ein Materialraum, der auch von außen begehbar sein soll. Auch drei kleine Kinderbäder mit Toiletten werden eingerichtet. „Alles, was notwendig ist, wird da sein. Die Maßnahme wurde mit dem Kreisjugendamt abgestimmt und sowohl das Kita-Leitungsteam sowie auch die Eltern unterstützen uns, wo es ihnen möglich ist“, sagt Bürgermeister Walter Blank.

Das Containerdorf wurde zunächst auf ein halbes Jahr angemietet - mit Option auf Verlängerung. Rund ein Jahr rechnet man bis zum Wiedereinzug ins Haus der Kinder.

Quelle: op-online.de

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