Spenden für den Außenbereich über Crowdfunding

Umzug der Kindertagesstätte „Im Rüssel“ steht bevor 

Münster - Die Tage im Jugendzentrum sind gezählt. Die Rückkehr in das rundum erneuerte Kindergartengebäude „Im Rüssel“ steht für das Erzieher-Team und die Kinder nach fast zweijährigem Aufenthalt im ehemaligen Juz kurz bevor.

Die Vorfreude auf den Umzug und die für Freitag, 30. Juni, geplante Einweihungsfeier ist riesengroß. Ebenso das Engagement des Elternbeirats: Mit einer Crowdfunding-Aktion wollen die Eltern der „Rüsselkinder“ Geld zusammenwerben, um einen eigenen Beitrag zur Neugestaltung des Außengeländes zu leisten. Bürgermeister Gerald Frank lud die engagierten Elternbeiräte Corinna Thom und Alexander Haus mit ihren Kindern bereits zu einer Stippvisite in die „neuen“ Rüssel-Räumlichkeiten ein.

Nachdem Frank die Eingangstür zum Kindergarten aufgeschlossen hatte, liefen die vier Kinder sofort hinein und erforschten das Neuland. Nach der Inspektion des Bau- und des Sozialausschusses zwei Tage zuvor sind die Kinder und ihre Eltern die ersten, die die neu geschaffenen, noch nicht möblierten Räume betreten durften. Dass sich die sehen lassen können, kommt in den Äußerungen der Elternbeiräte zum Ausdruck.

„Ich bin begeistert“, sagt Corinna Thom, Mutter von einer fünfjährigen Tochter und einem Zwillingspärchen, „ein sehr schöner, neuer Kindergarten. Die Zeit des Wartens hat sich gelohnt.“ Und Alexander Haus, Vater zweier Kinder, von denen eines schon ein „Rüsselkind“ ist, fügt hinzu: „Es sind sehr schöne Räumlichkeiten, geradezu wie ein Neubau.“

Innerhalb von zwei Wochen wird der Kindergarten nun möbliert. Die endgültige Gestaltung der Außenanlage zieht sich allerdings noch eine Weile hin. Es war der Wunsch des Erzieherteams des Kindergartens, die Gestaltung des Außengeländes selbst zu planen und in einer Gemeinschaftsaktion mit Eltern und Bauhof umzusetzen. Bereits bei den Farbgestaltungen der Außenfassade, der Fußböden und der Innenwände wurden die Wünsche des Kita-Teams umgesetzt. Der Bereich für die U3-Kinder wird allerdings seiner Endgestaltung bis auf Weniges schon sehr nahe kommen.

Dass nun die Eltern mit einer eigenen Aktion, dem Crowdfunding über das Internet, einen weiteren eigenen Beitrag zum „neuen Rüssel“ leisten wollen, freut Bürgermeister Frank sehr. „Elternbeiräte gehören schon zu den ehrenamtlich Aktiven, von denen unsere Demokratie lebt. Wenn Menschen dann darüber hinaus noch mehr als die notwendige Pflichtaufgabe bringen, finde ich das großartig.“

Elternbeirat Alexander Haus erklärt die Beweggründe für die Crowdfunding-Aktion: „Unsere Motivation ist, Initiative zu ergreifen, um uns für den Kindergarten einzusetzen.“ Natürlich haben die Elternbeiräte – als gute Vorbilder – selbst auch gespendet.

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In dem Crowdfunding-Aufruf heißt es: „Wir möchten unseren Beitrag zur Rückkehr in den Rüssel leisten und zusätzliche, grundlegende Ausstattung für das Außengelände anschaffen. Wenn genug Geld zusammen kommt, könnten wir sogar eine Schaukel oder ein Klettergerüst kaufen.“ Wer lieber bar spenden möchte, kann Geld in eine Spendenbox werfen, die ab sofort im Kindergarten im Juz steht.

Der Aufruf endet mit einem Appell, zu spenden: „Gerne würden wir am 30. Juni beim Sommerfest „Im Rüssel“, wo wir den Wiedereinzug feiern werden, eine ansehnliche Spendensumme nennen können.“

In dem Aufruf wird vonseiten des Elternbeirates auch bedauert, dass der Ruf des Kindergartens durch den Schimmelfund und dem zweijährigen Aufenthalt im Juz gelitten hat. Zu Unrecht, wie der Elternbeirat meint, der voll des Lobes ist: „ Jeder, dessen Kinder den Rüssel-Kindergarten besuchen, kann froh sein, dass sein Nachwuchs von diesem super-engagierten Team betreut wird.“ (yfi)

Wer für den neuen Außenbereich der Kita „Im Rüssel“ spenden möchte, hat dazu weiterhin unter www.gofundme.com/schimmel-in-der-kita-im-russel die Möglichkeit.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Symbolfoto: dpa

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