„Klappe und Action“ in Westafrika

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Barbara Luchner mit Fadila, einem der Nesthäkchen des Waisenhauses in Ghana.

Münster - Barbara Luchner ist im Juli mit zwei Kommilitoninnen nach Ghana aufgebrochen. In dem westafrikanischen Staat und in Deutschland will die Studentin der Film- und Theaterregie die Arbeit der Ghana-Hilfe Nima dokumentieren.

Der gemeinnützige Münsterer Verein, der von Monika und Günter Frey gegründet wurde, unterstützt seit Anfang 2006 benachteiligte Kinder in Westafrika. Neben vereinseigenen Projekten, einem Waisenhaus, dem „One Love Children’s Home“ und einem Stipendienprogramm, unterstützt der Verein eine Kindertagesstätte sowie eine Schule. 2009 hat er zudem einen Auslandsfreiwilligendienst ins Leben gerufen. Seitdem fliegen regelmäßig freiwillige Helfer nach Ghana, um direkt vor Ort ehrenamtlich in den Projekten mitzuarbeiten.

Dem Freiwilligendienst ist auch das aktuelle Filmprojekt zu verdanken. Barbara Luchner war für sechs Monate in Ghana als Freiwillige im Einsatz und unterstützt, wie viele andere Ehemalige, auch weiterhin die Arbeit der Ghana-Hilfe.

Nach Barbara Luchners Rückkehr nach Deutschland hat sie begonnen Film- und Theaterregie in Burghausen zu studieren. Anlässlich eines Studienprojektes hat sie sich dazu entschieden, eine Filmdokumentation über den Verein zu drehen. „Da mir die Kinder während meiner fünf Monate in Ghana sehr ans Herz gewachsen sind, ich jede Menge für mein weiteres Leben dazu gelernt habe und ich mich bei Nima jederzeit gut aufgehoben fühlte, möchte ich die Arbeit durch dieses Filmprojekt auch weiterhin unterstützen“, sagt sie.

Nach mehreren Treffen mit dem Vorstand und einem Vorbereitungsbesuch in Ghana im vergangenen Jahr, ist das Projekt in vollem Gange. Niva Ehrlich, ehemalige Freiwillige und mittlerweile Vorstandsmitglied, engagiert sich ebenfalls für das Filmprojekt. Sie führt die Interviews mit den ghanaischen Mitarbeitern, den Freiwilligen, den Kindern und Jugendlichen sowie den Vorstandsmitgliedern. Das Projekt wird von dem Filmteam ehrenamtlich und auf eigene Kosten gemacht.

Alle sind bereits sehr auf das Ergebnis gespannt. Geplant ist eine 30-minütige Dokumentation und mehrere Kurzversionen.

Der gemeinnützige Verein erhofft sich, durch das Filmmaterial eine noch breitere Öffentlichkeit zu erreichen. „Etwas ganz Besonderes wäre es, wenn unsere Dokumentation dieses Jahr in der Gala von ’Ein Herz für Kinder’ gezeigt würde“, sagt Vorstandsmitglied Monika Frey. „Mit Hilfe von Tischtennisbundestrainer Jörg Rosskopf, der unsere Projekte seit längerem unterstützt, könnten wir es schaffen.“, ergänzt ihr Mann Günter.

kat

Quelle: op-online.de

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