Verein sucht Freiwillige

Ein Jahr helfen und arbeiten in Westafrika

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Weltwärts-Freiwillige Sara Zimmermann beim Plätzchenbacken mit Nachbarin Kande Muntari in Ghana.

Münster - Seit 2009 hat der in Münster beheimatete Ghana-Hilfe-Verein mit dem Namen Nima bereits 57 Freiwillige in das westafrikanische Land entsandt. Noch bis Ende Januar können sich Interessierte für einen Platz beim Freiwilligendienst bewerben.

Schon bald werden es wahrscheinlich acht weitere Helfer sein, die zwölf Monate ihren Freiwilligendienst im Weltwärts-Programm des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in Ghana leisten. Noch bis zum 31. Januar kann man sich für den Einsatz bewerben, teilt der Verein nun mit.

„Geben und nehmen“ ist das Motto des Freiwilligendienstes der Münsterer Ghana-Hilfe. Es werden Brücken zwischen zwei Kulturen gebaut, in dem Vorurteile hinsichtlich anderer Lebens- und Denkweisen abgebaut werden können und der interkulturelle Dialog gefördert wird.

Die acht Freiwilligen, die Nima dieses Jahr am 1. September für ein Jahr nach Ghana entsenden wird, werden dem ghanaischen Team vor Ort tatkräftig zur Seite stehen. Zum Einsatz kommen sie im One Love Children’s Home (Waisen- und Straßenkinderhaus), in der Günter Frey International School (Grund- und Mittelstufe), der Monika Creche (Kindertagesstätte) sowie im Junior Programm (Nachbarschaftshilfe / Offene Kinder- und Jugendarbeit). „Sowohl das deutsche Betreuerteam, als auch die ghanaischen Kollegen verfügen über jahrelange Erfahrung in der Vorbereitung und Betreuung von Freiwilligen und freuen sich bereits auf die eingehenden Bewerbungen“, heißt es in der Ankündigung. Gerade erst vor wenigen Tagen habe Nima im Nachgang eines offiziellen Projektbesuchs von Mitarbeitern des Bundesministeriums ein sehr positives Feedback für seine Bildungsprojekte in Ghana sowie die Einsatzplätze der Freiwilligen erhalten.

Eigene Ideen mit einbringen

Der Verein Nima versteht sich als lernende Organisation und hat sich seit der Gründung im Januar 2006 stetig weiterentwickelt. „Es handelt sich um eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten“, so Vorsitzende Anna Zaaki, „denn nicht nur die Freiwilligen lernen in diesem einen Jahr so viel für ihr Leben dazu, sondern auch wir als deutsches Team, unsere ghanaischen Teamkollegen sowie unsere Schützlinge in Ghana profitieren von dem Engagement und der so unterschiedlichen Persönlichkeiten der Freiwilligen“. So bringt jeder einzelne Freiwillige seine ganz eigenen Hobbys, Talente und Ideen in die Arbeit mit ein.

Weltwärts ist der entwicklungspolitische Freiwilligendienst des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, der allen jungen Menschen zwischen 18 und 28 Jahren offen steht. Die Kosten für dieses Freiwillige Soziale Jahr in Ghana werden zu 75 Prozent vom Ministerium finanziert. Die restlichen 25 Prozent über Spendenaktion, die durch die Freiwilligen organisiert werden. (nkö)

Ausführliche Informationen zum Bewerbungsverfahren gibt es auf der Vereinshomepage www.nima-ev.de unter der Rubrik „Mitarbeit/Freiwilligendienst Ghana“. Bewerbungsschluss ist Dienstag, 31. Januar.

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Quelle: op-online.de

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