Wer versorgt Mini-Golfer?

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Kiosk und Minigolfanlage in Münsters Bürgerpark warten auf einen neuen Pächter.

Münster ‐ Noch liegt er grau in grau im Januarnebel am Rande der großen Grünanlage im Zentrum des Ortes, doch schon ab 1. März soll neues Leben in den Kiosk des Bürgerparks mit seiner schönen dazugehörigen Minigolfanlage Einzug halten. Von Thomas Meier

Nach rund zehn Jahren hört die seitherige Pächterin Petra Totsche auf, die Gemeindeverwaltung sucht jetzt einen neuen Pächter für die gepflegte Anlage. Am Weidenweg 6 - so die postalische Anschrift des Kleinods im Grünen - gelegen, wird der rund 35 Quadratmeter große Kiosk nur in Verbindung mit dem Minigolfplatz verpachtet und nicht etwa als Teilobjekt vergeben. Damit habe man gute Erfahrungen gemacht, sagt Bürgermeister Walter Blank, der sich noch gut an die Anfänge von Münsters grüner Lunge erinnern kann.

Ende der 1970-er Jahre bereits liefen erste Planungen im Rathaus, ein rund 14 000 Quadratmeter großes Areal der Gemeinde als Freizeitfläche für die Bürger herzurichten. Ein großer, innerörtlicher Wettbewerb wurde ausgelobt, zahlreiche Schulklassen reichten damals Vorschläge für „Münsters Freizeitanlage“ ein, die dann zur feierlichen Eröffnung am 2. Mai 1982 auch gleich den neuen Namen „Bürgerpark“ verliehen bekam.

„250 000 Mark kostete damals das Unterfangen, das waren halt noch ganz andere Zeiten damals“, erinnert sich das heutige Stadtoberhaupt ein wenig wehmütig. Auch wenn damals noch kein kleiner Golfplatz die Bürger zum Einlochen lockte, so zog die Parkanlage mit vielen anderen Attraktivitäten, die auch heute noch als Magnet dienen.

1988 kamen Kiosk und Minigolfanlage hinzu

Zahlreiche kleine Wege wurden angelegt, Büsche und Hecken gliedern das große Areal. Da gibt es Ruhezonen mit Bänken und einem schmucken Brunnen, ein großzügiger Spielplatz mit attraktiven Gerätschaften für die kleinen Besucher wurde angelegt und die etwas größeren können sich noch heute auf einem Bolzplatz tummeln. Auch Basketball kann in seiner Streetversion gespielt werden.

Erst 1988 kamen Kiosk und Minigolfanlage hinzu. Bei schönem Wetter ist er nicht nur an den Wochenenden oftmals dicht umlagert.

Dafür bietet er auch mit 18 Feldern eine turniergerechte Spielstätte. Einige Vereine hätten hier in der Vergangenheit Wettkämpfe ausgetragen, erinnert sich Blank. Wenn auch von vielen belächelt: Als Geschicklichkeitsspiel gehört Minigolf zu den Präzisionssportarten. Münsters Pisten sind aus Beton und werden durch Flacheisenbanden begrenzt; sie dürfen zum Spielen des ruhenden Balls bei Bedarf auch mal betreten werden.

Und weil soviele Mühen und auch Gelder hinter dem Kiosk und seiner Anlage stecken, wird den Bewerbungsunterlagen auch eine Konzeption beigefügt, die Bewerbern einige Auflagen stellt. So soll das gastronomische Angebot stimmig sein und saisonale wie auch regionale Produkte beinhalten. Besondere Anreize erwartet die Gemeinde an Wochenenden oder in den Schulferien. Ebenfalls sollen sich die Öffnungszeiten mit denen der Nachfrage decken.

Relativ Ruhe ums Areal

Dafür können die Pächter in spe auch einiges erwarten. So wird die Grünanlage um Kiosk und Minigolf herum vom gemeindlichen Gartenamt gehegt und gepflegt. Und weil es in der Vergangenheit immer wieder einmal zu Schmierereien am Wasserhäuschen oder den Betonteilen der Bahnen kam, wird dem Bürgerpark auch durch das Ordnungsamt und die Polizei besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Mit Erfolg: „Wir hatten in der jüngeren Vergangenheit relativ Ruhe ums Areal. Das war nicht immer so“, weiß Bürgermeister Blank zu berichten.

Bewerbungsunterlagen gehen bis zum 21. Januar an den Gemeindevorstand Münster, Mozartstraße 8, 64839 Münster. Für weitere Fragen zum Objekt steht die Abteilung Liegenschaften, Tel. 06071 3002330, zur Verfügung.

Der Bürgermeister ist sich sicher, zum März einen neuen Pächter präsentieren zu können.

Quelle: op-online.de

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