Verzögerungen durch die Kälte

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Schon ein gewohntes Bild: Die JFK-Schule in Münster ist eine Dauerbaustelle.

Münster ‐ Bauzäune und Handwerkertrupps gehören hier zum Schulalltag: Die John-F.-Kennedy-Schule ist seit rund sechs Monaten eine Baustelle. Die Grundschule (Baujahr 1959) wird für rund eine Million Euro umfassend saniert. Von Ursula Friedrich

Wegen des strengen Winters wird die Sanierung noch eine Weile andauern. Wochenlang mussten die Arbeiten an der Außenfassade wegen der ungewohnten Kälte ruhen. „Um den Vollwärmeschutz aufzubringen, müssen es dauerhaft fünf Grad plus sein“, fachsimpelte Hausmeister Peter Heckwolf. Dass sich nun alles um vier Monate verzögert und wahrscheinlich erst zu den Sommerferien mit der Fertigstellung des Gesamtpakets zu rechnen ist, bringt niemanden aus der Ruhe. „Die Kinder finden es spannend“, sagte Schulleiterin Nicole Sabais, auch das Kollegium sei entspannt. Wenn Bauwerkzeuge durch die Etagen dröhnen, gibt’s von der Klassenlehrerin eben den Hinweis: „Jetzt müssen wir einen Moment lauter sprechen.“

Nicole Sabais lobte die Zusammenarbeit mit den zwölf ausführenden Firmen: „Alles ist super organisiert.“ Einziger Wermutstropfen: Solange die Bauarbeiten am Hauptgebäude andauern, „ist unser Sportplatz gesperrt“, so Peter Heckwolf. Auch das „grüne Klassenzimmer“ und die Spielgeräte in diesem Bereich sind verwaist.

Derzeit erhält die Fassade eine wärmedämmende Außenhülle und die alten Alufenster werden durch dreifachverglaste Fenster ausgetauscht. „Das alte Asbestdach wurde abgetragen“, so Peter Heckwolf. Diese Maßnahme steht auch an der Turnhalle an. Mit den nun beginnenden Osterferien wird die Asbestsanierung am Turnhallendach durch ein spezielles Ingenieurbüro vorgenommen. Ebenso im Sanierungspaket enthalten: Neue Eingangstüren, Internetanschlüsse für alle Klassenräume und eine neue Überdachung für den Pausenhof.

Viel Platz zum Spielen und Austoben

Die Schule profitiert von einem Sonderinvestitionsprogramm des Landes Hessen, das die Finanzierung deckt. Nicht nur „äußerlich“ bekommt die Schule ein ganz neues Gesicht, auch in Sachen Ausstattung soll draufgesattelt werden: „Wir werden eine Hightech-Grundschule“, kommentierte die Schulleiterin, die sich über 28 neue Rechner für den Computerraum freut. Auch ein Labtopwagen mit 24 mobilen Geräten wird angeschafft, um die Kinder bereits im jungen Alter im Umgang mit modernen Medien zu schulen.

Schüler der JFK-Schule erhalten jedoch nicht nur „Input“ für die „grauen Zellen“. Auf großzügigen 27.000 Quadratmetern Schulgelände gibt es jede Menge Platz zum Spielen und Austoben. Große Spielgeräte, aber auch mobile Pausengeräte zum Entleihen sollen dafür sorgen, dass neben dem Futter für das Gehirn auch die „Muckis“ fit gemacht werden. Klar, dass sich Nicole Sabais im Landesprogramm „Schule und Gesundheit“ nun für den Status „Bewegungsfördernde Schule“ einsetzt.

Bis zur großen Geburtstagsfeier, dem 50-jährigen Bestehen der Schule im kommenden Jahr, dürfte das Zertifikat sicher eingetroffen sein. Und im Jahr 2012 müssen Schüler und Lehrer mit den nächsten Bauarbeiten rechnen: Dann werden die Planungen für ein Ganztagsgebäude in Angriff genommen, das auch eine Cafeteria sowie eine Bibliothek und Mediathek vorsieht. Wegen der beengten Verhältnisse soll dann auch die Verwaltung einen Neubau erhalten.

Quelle: op-online.de

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