Münsters Bürgermeisteramt

Via Plakat seine Kandidatur erklärt

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Mit Sascha Hollmann wirft ein vierter Bewerber seinen Hut ums Amt des Münsterer Bürgermeisters in den Ring. Sascha Hollmann ist auf Plakaten seit dem Wochenende überall in Münster präsent.

Münster - Kein verspäteter Aprilscherz: Mit Sascha Hollmann bewirbt sich ein vierter Kandidat bei der Wahl um Münsters Bürgermeisteramt. Von Thomas Meier 

Praktisch übers Wochenende sorgte der parteilose Bewerber selbst für das flächendeckende Verbreiten dieser unerwarteten Neuigkeit, indem er quer über Münster und seine Ortsteile sein Konterfei auf Wahlplakaten aushängen ließ. Ein Anruf in der Gemeindeverwaltung bestätigt: Jawohl, am 28. März wurde Sascha Hollmann in öffentlicher Sitzung des Wahlausschusses als Kandidat für die Bürgermeisterwahl in Münster am 25. Mai 2014 zugelassen.

„Parteilos, zukunftsorientiert, bürgernah“ – viel mehr verrät das Wahlplakat mit dem 41-Jährigen nicht. Doch über dem Bild eines im Grünen (am Ortsrand von Münster?) stehenden Mannes steht „www.Muenster-kann-mehr.de“. Dort verrät der Überraschungs-Kandidat ein wenig mehr über sich und seine Beweggründe. Hollmann erklärte gestern Nachmittag gegenüber unserer Redaktion, als parteiloser Einzelbewerber einen neuen Weg beschreiten zu wollen. Für seine Kandidatur hatte er mindestens 74 Unterstützungsunterschriften zu sammeln: „Diese Hürde habe ich genommen und konnte meinem Wahlvorschlag 99 Unterschriften beifügen.“

Münsterer wurde 1973 geboren

Der Münsterer wurde 1973 geboren, besuchte die John-F.-Kennedy-Schule und baute sein Fachbezogenes Abitur mit dem Schwerpunkt Wirtschaft an der Landrat-Gruber- Schule in Dieburg. Es folgte eine Ausbildung zum Bürokaufmann in einer Dieburger Spedition. Heute arbeitet Hollmann als Angestellter im öffentlichen Dienst als Arbeitsvermittler und Qualifizierungsberater bei der Agentur für Arbeit Darmstadt, Geschäftsstelle Dieburg. „Gute Menschen machen einen guten Ort“, glaubt der Parteilose, der die Arbeit der Gemeindevertretung schätzt und verfolgt. Viele direkte Gespräche habe er auf dem Weg zu seiner Kandidatur mit Bürgern der Gemeinde geführt. Er sagt: „Durch die dabei von der Bürgerschaft angesprochenen Themen und Problemstellungen entstand eine geradezu überwältigende Informations- und Ideen-Sammlung.“

Wer in welchem Bundesland regiert

Wer in welchem Bundesland regiert

Was dem Kandidaten besonders am Herzen liegt, ist Münsters Ortsbild und der nicht vorhandene Ortskern. Hollmann verbrachte vor gut zehn Jahren ein Sprachbildungsjahr in den USA, auch dort gebe es zahlreiche Orte ohne Zentrum: „Daher liegt eher die Struktur eines Durchfahrtsortes vor, was die Belebung eines zentralen Mittelpunktes erschwert. Dennoch sollte die Gemeinde Münster versuchen, die innerörtlichen Strukturen zu erhalten oder sogar wieder zu beleben“, sagt der Bewerber. Wichtig sind ihm auch die Ortseingänge Münsters. Solche „Visitenkarten“ prägten den Eindruck eines Ortes beim Betrachter in den ersten Sekunden entscheidend. Auch zur Umwelt, der derzeit angespannten Nachbarschaft gen Dieburg mit dem „Logistik-Mega-Center“ und der innerörtlichen Bebauung hat Hollmann seine Ansichten, über die er uns noch im Gespräch berichten wird.

Quelle: op-online.de

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