Musical-Factory und Caterer begeistern Publikum

Viel Applaus für „Cats“ und Schmaus

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Szenenbild aus „Jesus Christ Superstar“: Die Musical-Factory begeisterte mit herausragenden Stimmen und Spiel.

Münster - Essen und Musical-Genuss miteinander zu verbinden, ist die Musical-Factory in der Kulturhalle angetreten. Das Konzept schmeckte bestens und macht Appetit auf mehr. Von Peter Panknin 

Hits, die Musicals vom Broadway zu einem weltweiten Bekanntheitsgrad verhalfen, sind eine Spezialität der Umstädter „Musical-Factory 64853“. Unter diesem Namen haben sich Menschen zusammengeschlossen, die sich in ihrer Freizeit der Welt der Musik verschrieben haben. Dazu kommen Begeisterungen für Schauspiel und Tanz. Wer nicht singt oder tanzt, bringt sich instrumental im kleinen, aber feinen Orchester ein. Und dann gibt es noch die, die wissen, welche Technik wie einzusetzen ist, damit das Ganze zum klangvollen Gesamtwerk wird.

„Romeo und Julia“ zwischen zwei Gängen genießen: In der Kulturhalle Münster funktionierte es prächtig.

Das Ensemble besteht aus 40 Mitgliedern, die das Geschehen auf der Bühne zu einem Erlebnis für die Zuschauer werden lässt. Wie gut diese Spielgemeinschaft ist, hat sie in bereits mehrfach mit Auftritten in der Kulturhalle bewiesen. Sie leistet damit auch einen Beitrag, um Münsters Kulturleben zu bereichern. Nun gehört zur Kultur neben Malerei, Literatur und Musik auch das Essen. Mit dem aktuellen Auftritt in wurde erstmals in Münster versucht, die Kulturzweige Essen und Musik miteinander zu verknüpfen.

Eröffnet wurde der Abend für die 200 an gedeckten Tischen sitzenden Besucher mit kurzen einleitenden Worten vom musikalischen Leiter und Dirigenten des Ensembles, Ralph Scheiner, sowie einigen organisatorischen Hinweisen zum Ablauf des Dinners, das vom Catering-Service Bantschow&Bantschow mit Sitz in Klein-Umstadt serviert wurde. Der Eröffnungs-Song „Sei hier Gast“ war Auftakt für eine mit Leidenschaft und Können vorgetragene Show aus weltbekannten Musicals. Im ersten Block goutierten die Fein-schmecker an den Tischen Szenen und Melodien aus „Die Schöne und das Biest“ und aus „Elisabeth – Die Legende einer Heiligen“. Solo-Vorträge wie „Den Song, den jeder liebt“ und „Einsames Gewand“ (Musicals „Spamalot“ und „Die Päpstin“), um sich anschließend an das Buffet zu begeben, an dem die Vorspeise in Form von frischem Salat wartete. Die Bewegung von und zum im Foyer aufgebauten Essen sorgte natürlich für etwas Unruhe im Saal, die sich aber zu Beginn des zweiten musikalischen Blocks sofort legte. Highlights aus den Musicals von Andrew Lloyd Webber wie „Jesus Christ Superstar“, „Evita“, „Cats“, „Starlight Express“, „Song and Dance“, „Aspects of Love“ sowie „Das Phantom der Oper“ sorgten für begeisterten Beifall, Solo-Beiträge aus „Les Miserables“, „Mozart“ und „Spamalot“ ebenfalls. Nach dem „kalorienzehrenden“ Klatschen ging es zum Hauptgang.

Es folgten musikalische Beiträge zum Thema Liebe, was das Wohlgefühl im Zuschauerraum noch weiter steigerte. Lieder aus den Musicals „Romeo und Julia“, „Marie Antoinette“, „Drei Musketiere“ und „West Side Story“ trugen dazu bei. Der Solobeitrag „Ich hätt’ getanzt heut’ Nacht“ aus „My Fair Lady“ verhalf zumindest musikalisch zu etwas Bewegung.

Nach dem Dessert steigerte sich das Bühnenensemble noch einmal zu Höchstleistungen. Lieder aus den Musicals „Der Glöckner von Notre Dame“, „Drei Musketiere“ und „Notre Dame de Paris“ wurden durch das Original-Geläut der Pariser Kirche eingeleitet und durch Projektionen auf eine Leinwand hinter den Bühnenakteuren dramatisch gesteigert. Damit wurde unterstrichen, was technisch auf der Bühne der Kulturhalle so alles machbar ist. Die Menschen im Zuschauerraum waren begeistert und applaudierten rasant zum Ende der Vorstellung.

„MusicalFactory 64853“ begeistert in Münster: Bilder

Nur langsam leerte sich der Raum, in aller Ruhe, wie es sich nach so einem mit vielen Genüssen gefüllten Abend gehörte, machten sich die Gäste auf den Heimweg. Die Ensemblemitglieder sahen mit einer gewissen Erleichterung dem Ende eines langen Tages entgegen, hatte der doch mit Maskierung und Schminke gegen 15 Uhr begonnen und ging nicht weit vor Mitternacht zu Ende. Der Versuch, eine neue Form der kulturellen Veranstaltung zu präsentieren, ist wohl gelungen, denn Ralph Scheiner kündigte zum Abschluss der Veranstaltung an, dass sich das musikalische Dinner am Silvester-Abend des Jahres 2018 wiederholen wird.

Das Ensemble der MusicalFaktory 64853 wird man aber schon mal vorher in Münster und im Umland erleben können. Zunächst aber freuten sich alle darauf, am Sonntag erneut ihr Programm einem zahlreich erscheinenden Publikum zu präsentieren, diesmal allerdings ohne aufwendiges Menü.

Quelle: op-online.de

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