Viel Spaß und Spuk mit „staatstragendem“ Balkon-Besucher

Staunende Reaktionen auf Silikon-Trump inmitten von Münster

Andreas Kraut und sein staatstragender Gast auf dem Balkon in Münster an der Hauptstraße. Vielleicht ist schon heute Abend die Zeit des Besuchs und des Silikon-Spuks abgelaufen.
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Andreas Kraut und sein staatstragender Gast auf dem Balkon in Münster an der Hauptstraße. Vielleicht ist schon heute Abend die Zeit des Besuchs und des Silikon-Spuks abgelaufen.

Eigentlich wollte Andreas Kraut ja nur mal schauen, was für Reaktionen sein „staatstragender“ Gast auf dem Balkon an der viel befahrenen Kreuzung Frankfurter Straße/Bahnhofstraße hervorruft. „Und schnell sah ich: viele“, schmunzelt der Spaßmacher ohne politischen Hintergrund.

Münster – Warum er Donald Trump aus dem ersten Stock des Wohnhauses huldvoll nach unten blicken lässt? „Eigentlich entwickelte sich der Blödsinn ganz langsam“, sagt Kraut, der mit seiner Tochter Roxana an einem Ein-Euro-Shop vorbeikam, in dem eine Maske des US-Präsidenten im bekannten Orangelook für nicht mal eine Handvoll Münzen veräußert wurde. „Da konnten wir nicht nein sagen“, lacht Kraut. Und schon auf dem Weg mit Trumps Silikon-Skalp in der Tüte entspann sich die Idee, mehr aus dem Schnäppchen zu machen. „Wir schauten auf einer Versteigerungsplattform im Internet“, berichtet der Präsidenten-Macher, und schnell fanden Krauts für ein paar Doller mehr noch eine ausgediente Schaufensterpuppe. Drei Tage später bezog Donald seine luftige Präsidentensuite.

„,Minster first’ lautete unser Motto, wir hatten ja auch gerade unsere Präsidentenwahl im Ort und schauten, was unten ,uff de Gass’ passiert. Und tatsächlich, alsbald hielten Passanten staunend nach oben blickend an und in den Autos, die an der roten Ampel der Kreuzung stehen bleiben mussten, zückten viele Fahrer das Handy, um die Figur zu fotografieren“, sagt Kraut.

Seine Mutter, die unten im Haus wohnt, wurde im Einkaufsladen gefragt, wie den der US-Präsident ihr ins Haus gekommen sei, da wusste sie noch nichts von Sohn-Enkelinnen-Spaß. Doch die ehemalige Sekretärin des ersten Mannes von Münster hat nicht nur Humor, sondern freute sich mit an den vielen verblüfften Reaktionen.

Nun dürfte allerdings die längste Zeit des Staatsbesuchs in Münster abgelaufen sein. Halloween – die Zeit des Schreckens und Erschreckens – ist vorbei. Und wenn Donald heute im Land der unbegrenzten Möglichkeiten nicht wiedergewählt werden sollte, dann ist sein Abgang vom Balkon ebenfalls schon lange beschlossene Sache.

Nicht aus politischem Hintergrund. Aber jeder Spaß und Spuk muss ja mal ein Ende haben ... (Von Thomas Meier)

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