Vier Jahre gut betreut beim TSV

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Mit einem Spielefest und einem positiven Resümee endete die Schulkinderbetreuung an der Regenbogenschule.

Altheim - Betreute Schule ist eine Sache, die Raumnot in Altheim eine weitere. Dass sich eine gutes Zusammenwirken zwischen Verein und Schule auszahlt, wird hier unter Beweis gestellt. Von Ellen Jöckel

Aus klein wird groß: Das zeigt sich nicht nur an den herangewachsenen Schulkindern der ersten Generation aus der Schulkinderbetreuung des Turn- und Sportvereins (TSV) Altheim, die jetzt die Altheimer Grundschule für immer verlassen werden. Was vor vier Jahren von fünf engagierten Eltern aus der Betreuungsnot heraus für die eigenen und ein paar weitere Kinder ins Leben gerufen wurde, hat sich inzwischen zu einer stattlichen Organisation gemausert: Täglich werden in den Räumen desTSV-Heims in unmittelbarer Nähe zur Altheimer Regenbogenschule um die 20 Kinder direkt im Anschluss an den Schulschluss von zweien der vier Betreuungskräfte in Obhut genommen.

Es gibt warmes Mittagessen, Unterstützung bei den Hausaufgaben und ein Betreuungsprogramm bis 16 Uhr mit viel Bewegung und kreativer Anregung für die Schützlinge. So ließen die Organisatoren bei einer Feier nicht ohne Stolz die vier Jahre Revue passieren, während die Kinder dank eines gemieteten Spielmobils jede Menge Gelegenheit hatten, sich auszutoben oder schminken zu lassen.

„Da wir eine Abteilung des Sportvereins sind, erhalten wir keinerlei Förderungen und müssen alles aus Elternbeiträgen bezahlen. Zusätzlich muss die gesamte Organisation wie Anmeldeabwicklung, Buchhaltung und Neuanschaffungen von den Eltern ehrenamtlich geleistet werden“, berichtet Gründungsmitglied Anne Lögl, die als Mitorganisatorin weiß, wovon sie spricht. „Und wir sind natürlich alle berufstätig“, fügt sie betonend hinzu.

„Der Bedarf ist hoch“

Die Kinder werden hauptsächlich in einem 50 Quadratmeter großen, von den Eltern liebevoll gestalteten Raum im Obergeschoss des TSV-Heims betreut. Nur zum Essen und für die Hausaufgaben nutzen die Kinder den nebenanliegenden Versammlungsraum des Vereins, der aber, weil er auch von den anderen Abteilungen genutzt wird, so bleiben soll, wie er ist. Zwar dürfen auch die Sporthalle zur Bewegung und der Werkraum der Schule genutzt werden. Zudem bietet bei schönem Wetter das direkt anschließende Freizeitzentrum viel Raum zum Austoben. Dennoch könnte es bei steigendem Bedarf mit dem einen Hauptaufenthaltsraum knapp werden.

Und die Nachfrage wächst tatsächlich: „Der Bedarf ist hoch. Wir haben für das neue Schuljahr bereits 25 Anmeldungen vorliegen“, weiß Anne Lögl. Das sind 33 Prozent der 132 Altheimer Grundschüler. Gespräche mit der Gemeinde Münster und der Schule hätten aber bisher noch keine konkreten Ergebnisse ergeben. Versprochen sei zwar die Aufstellung von Containern seitens des Kreises (wir berichteten), bestätigt die Schulleiterin der Regenbogenschule, Helga Blitz, die ebenfalls den hohen Bedarf für eine Betreuung nach der Schule sieht. Doch wo genau die Räumlichkeiten für die Nachmittagsbetreuung platziert werden sollen und wer dann die Trägerschaft übernehmen wird, sei noch nicht geklärt. Bis dahin wissen sich die Regenbogenschüler mit berufstätigen Eltern bei der Betreuung des TSV in guten Händen.

Quelle: op-online.de

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