Wandergesellschaft Frisch-Auf

Volkstanz vereint die Generationen

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Fester Auftrittstermin für die Volkstanz-Gruppe der Wandergesellschaft „Frisch-Auf“ Münster ist der Sonntag des Volkswanderns, wenn die Tänzerinnen die Siegerehrung begleiten.

Münster - Seit einigen Monaten machen bei der Wandergesellschaft Frisch-Auf Münster die Jugendlichen und Erwachsenen im Volkstanz gemeinsame Sache: Nachdem die Kinder zu Teenies herangereift sind, wurde die Kindergruppe aufgelöst und der Nachwuchs in die bestehende Hauptgruppe integriert. Von Jens Dörr

Seit 35 Jahren gibt es das Angebot im Verein bereits – was im Spätsommer gebührend gefeiert wird. Im Rahmen des Auszeichnungs- und Ehrungsabends im September wird die Wandergesellschaft dreieinhalb Jahrzehnte Volkstanz in Münster entsprechend würdigen. Dann tritt die Gruppe von Leiterin Gudrun Mathy auch auf. Nicht die einzige Gelegenheit im Jahr, bei der man „Jäger-Neuner“, „Stern-Polka“ und Co. live erleben kann: Fester Auftrittstermin ist etwa das Fest im Biergarten am Wanderheim im August, wenn die Volkstanz-Gruppe die Siegerehrung des Münsterer Volkswanderns einrahmt. Auch einen Fastnachtstanz studiert die Gruppe mitunter ein, ist zudem aktiver Gast auf Weihnachtsfeiern wie der des VdK.

Ganz in ihrem Element fühlt sich die Gruppe von Mathy auch bei diversen Volkstanz-Treffen. Dort bewegt man sich inmitten Gleichgesinnter und muss die Faszination des Hobbys nicht mehr erklären. Anders als dann, wenn Leute zuschauen, die zum Volkstanz noch keinen Zugang hatten. Mehrere Aspekte machten die Folklore auch für die Tänzerinnen der Wandergesellschaft – Männer waren früher einmal mit von der Partie, aktuell tanzen keine mit – attraktiv. Mathy zählt auf: „Im Volkstanz können auch die Frauen miteinander tanzen. Zudem braucht man sich gar nicht viel zu merken, da bei vielen Tänzen angesagt wird, was als nächstes kommt. So kann man schnell einsteigen und die Freude am gemeinsamen Tanzen spüren.“

Gleichwohl sei die Aufrecht-erhaltung des Volkstanzes auch in Münster kein Selbstläufer. Ob auf die aufgelöste Kindergruppe demnächst wieder eine neue folgen werde, könne man noch nicht absehen. „Man muss abwarten, bis das neue Schuljahr beginnt“, sagt Mathy. Auch die Wandergesellschaft merke die Anforderungen der Ganztagsschule an die Kinder, „und wir können mit ihnen ja nicht abends üben“. Auch sei „der Wanderverein nicht mehr ganz so angesagt bei Jugendlichen“, gibt sie zu. Jene Mädchen, die den Kern der bisherigen Kindergruppe ausmachten und die nun zwölf Jahre oder älter seien und in der 16-köpfigen Hauptgruppe mit tanzten, seien meist durch ihre Mütter zum Volkstanz in der Wandergesellschaft gekommen.

Generell bestehe aber die Möglichkeit, bei ausreichendem Interesse wieder eine Kinder-Truppe bei Frisch-Auf ins Leben zu rufen. Fürs Erste bleiben die Proben der gemeinsamen Gruppe von Jugendlichen und Erwachsenen, montags um 19.30 Uhr im Wanderheim, die erste Anlaufstelle.

Quelle: op-online.de

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