41. Volkswandertag verzeichnet 365 Teilnahmen

Pfadfinder per pedes am eifrigsten

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Münster -  Das Wetter forderte beim Volkswandertag von Frisch-Auf seinen Tribut. Und auch die im Programm vorgesehene Band „Start the Bus“ blieb in der Garage. Von Jens Dörr 

Das zumindest am Samstag noch schlechte Wetter hat auch beim 41. Volkswandertag der Wandergesellschaft „Frisch-Auf“ Münster und ihrem damit verbundenen Fest im Garten des Wanderheims seine Spuren hinterlassen. Mit 365 Teilnahmen verzeichnete der Verein weniger als im Vorjahr (411), wobei besonders am Samstag weniger Leute als sonst die fünf beziehungsweise zehn Kilometer lange Strecke am Rande der Gemeinde absolvierten. Zudem kostete der Regen am Samstag viele Festbesucher und verhinderte den Auftritt der gebuchten Band. Der freundliche und gut angenommene Sonntag entschädigte die Wandergesellschaft etwas für den Unbill des Vortags.

Als die Trachten- und Volkstanzgruppe des Vereins am Sonntagmittag ihre schottischen und amerikanischen Tänze aufgeführt hatte, verkündete Wandergesellschafts-Vorsitzende Karin Mathy zunächst Statistisches: Die 365 Teilnahmen (vereinzelt absolvierten Personen eine Strecke zweimal, weshalb die Zahl der Teilnehmer etwas unter der der Teilnahmen lag), von denen zwei Drittel auf den Sonntag entfallen waren, teilten sich auf 20 Gruppen, Parteien und Vereine auf. 19 von ihnen kamen aus Münster, eine aus Lampertheim: Von dort war eine 14-köpfige Gruppe gekommen, die sich am Sonntagvormittag gleich zweimal auf die Fünf-Kilometer-Strecke begab. Die Lampertheimer sind ein Stammtisch, der aus den dortigen Pfadfindern hervorgegangen ist. Die Lampertheimer Pfadfinder halten den Kontakt zu denen in Münster, über die sie auf das Volkswandern aufmerksam geworden waren.

Eben jene Münsterer Pfadfinder hatten kurz nach der Überreichung des Sonderpokals an die Lampertheimer ihren ganz eigenen Grund zu jubeln. Denn wie schon 2016 heimsten die Pfadfinder die Auszeichnung für die meisten Teilnahmen am Volkswandern ein: 73 waren es diesmal, womit sie die „Konkurrenz“ weit hinter sich ließen. Platz zwei sicherte sich die Freiwillige Feuerwehr mit 46 Teilnahmen, die diesmal gleichwohl besonders hoch einzuschätzen waren: Schließlich fand am Sonntag der Kreisfeuerwehrtag statt, die nicht nur für die Münsterer Wehr einen Pflichttermin darstellt, sondern auch für hochrangige Vertreter des Landkreises. Für den LADADI hatte Kreisbeigeordnete Rosemarie Lück neben ein paar warmen Worten eine 50-Euro-Gabe an die Wandergesellschaft mitgebracht sowie einen vom Landrat Klaus Peter Schellhaas gestifteten Pokal, ehe Lück ihrerseits zum Kreisfeuerwehrtag weiterziehen musste.

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Zu diesem Zeitpunkt war auch klar, dass der Verein Radsport (29 Teilnahmen) das Rennen um Platz drei hauchdünn vor den Schützen und dem Kirchenchor (jeweils 28 Teilnahmen) sowie der DJK Blau-Weiß (25 Teilnahmen) entschieden hatte. Ältester aller Teilnehmer wurde einmal mehr Karl Sandebeck (Jahrgang 1928), der die 5 000 Meter absolviert hatte. Aus der überschaubaren Parteienlandschaft Münsters mischten CDU (elf Teilnahmen) und SPD (sieben) mit. SPD-Bürgermeister Gerald Frank stellte am Sonntag fest, im Biergarten-Idyll der Wandergesellschaft viele Leute zu entdecken, die zuvor nicht in die Wanderschuhe geschlüpft waren.

Das galt etwa für die Kinder, die an einer Spielstation unterhalten wurde, aber auch für ältere Besucher, die sich ganz den Gaumenfreuden unter der neu angeschafften, zwischen den Bäumen aufgehängten Beleuchtung hingaben. Der neue Grillplatz wurde am Wochenende nicht zum Grillen benutzt, er ist vor allem für Gruppen gedacht, die im Wanderheim nächtigen. Eine Tombola gehörte ebenfalls wieder zur Veranstaltung.

Der Verein, der kürzlich aus dem Spessartbund ausgetreten war (wir berichteten ausführlich), wollte am Samstagabend mit der Gruppe „Start the Bus“ auch Live-Musik bieten; in Absprache mit der Band entschied sich die Wandergesellschaft ob des schlechten Wetters und des damit zu erwartenden (und eingetretenen) Aderlasses bei den Besuchern am Samstagmittag, den Auftritt ausfallen zu lassen. „Das hätte der Band nichts gebracht und uns auch nichts“, meinte Karin Mathy. Trotzdem harrten auch am Samstag einige Besucher bis nach Mitternacht aus.

Quelle: op-online.de

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