TV-Party mit Verlängerungsfaktor

+
In der Sporthalle des Münsterer Turnvereins ließ es sich gut eine Stunde länger Party machen.

Münster (tm) - Was anfangen mit einer Stunde mehr Wochenende? Diese Frage stellt sich den Fans des Münsterer Turnvereins seit einigen Jahren nicht mehr, denn hier sorgen über zwei Dutzend ehrenamtliche Mitglieder für Party satt.

TVolume 3 war für die lange Nacht in die Winterzeit angesagt, und die Fete sollte wahrlich für rund 400 Besucher fetzig werden. Veranstalter war zum wiederholten Male das Ressort Jugend des Turnvereins Münster, das sich aus den Jugendvertretern aus sechs von sieben Vereinsabteilungen (Basketball, Handball, Wettkampfgymnastik, Tischtennis, Musik und Turnen) zusammensetzt und einmal im Jahr für die Öffentlichkeit eine Jugendparty in der vereinseigenen Sporthalle veranstaltet. Hierzu ist ein fast zweitägiger Aufbau nötig sowie monatelange Vorplanung. Allein schon die Voranmeldung eines Skybeamers für den Münsterer Nachthimmel beim Land Hessen übers Regierungspräsidium und die Deutsche Flugsicherung kann hierbei zum Abenteuer werden. Etwa 20 ehrenamtlichen Helfer stemmen diesen Job.

Technisches Know-How und Fachwissen über Statik sind ebenso gefragt wie Körperkraft und Ausdauer in Hinsicht auf den Eventgerüstbau sowie die umfangreiche daran zu befestigende Ton- und Lichttechnik. Letztere wird stets per Lastwagen extra „eingeflogen“.

15 Helfer in zwei Schichten

15 Helfer waren in zwei Schichten im Einsatz für die Bewirtung, kommen nochmals sechs TV-Mannen für den Securitydienst nebst eigenem Krankenwagen hinzu. Letztere wären eigentlich nicht nötig gewesen, denn das sehr friedvolle Publikum wollte nur eines: feiern.

Happy-Hour war ab Veranstaltungsbeginn um 21 Uhr für eine Stunde angesetzt. Sie fand bei vereinzelten Gästegruppen gleich großen Zuspruch, wobei sich die große Menge mit letztendlich rund 400 Feierfreudigen gegen 23 Uhr in der dann bebenden Halle einstellte.

Lesen Sie hierzu auch den Kommentar von Thomas Meier

Mit animierenden Aktionen, wie beispielsweise Ein-Euro-Tequila-Runden oder einem Knicklichter-Regen, war die nächtliche Feierei recht kurzweilig und die Partygäste genossen sichtlich den Spaß. Der aus der Handball-Spielgemeinschaft des Vereins mit Eppertshausen, quasi aus den eigenen Reihen stammende Ex-Handballer DJ Flo Lewin heizte der Menge kräftig mit saftigen Beats ein, ohne auch nur eine einzige musikalische Atempause. Die dazugehörige Lichteffektshow setzte allem Treiben das I-Tüpfelchen auf.

Apfelwein aus der Dose

An der Getränkeauswahl konnte ebenso niemand meckern: Mit über 14 alkohol- und nicht-alkoholhaltigen Drinks war das breitgefächerte Angebot für das Publikum im Alter von 16 bis 60 gedeckt. Sogar Apfelwein aus der Dose in verschiedenen Variationen fand als derzeit besonders angesagtes Getränk mehr als guten Anklang.

Dass weibliche Geschöpfe mittlerweile ebenso gerne mal ein Bier trinken, daran ist der noch recht neue Gerstensaft des Vereinslieferanten sicher nicht ganz unschuldig; auch nicht daran, dass aus aller Munde immer ein „Gude!“ statt dem üblichen „Prost“ zu hören war.

Die Veranstalter berichten, dass es zu keinem übermäßigen Alkoholgenuss gekommen sei. Je jünger die Gäste waren, desto weniger wurde Alkohol konsumiert. Auch erfreulich: Immer weniger Publikum zieht es nach draußen zum Rauchen, vor allem, wenn es wie jetzt knackig kalt ist.

Die Zeitumstellung bescherte den vielen um 3 Uhr sich noch im Partytempel Tanzenden eine weitere Stunde schönster Grooves bei bester Laune. Und um kurz nach 3 Uhr „neuer“ Winterzeit war dann endgültig die Musik aus und die Sport-Trainingsbeleuchtung der Halle wieder an. Dies sahen freilich nicht alle Party-Unentwegten gerne, denn es hätte für viele noch bis in den Morgen weitergehen können. Aber kein Problem: nächstes Jahr, gleicher Ort, gleiches Wochenende, gleiche tolle Partygäste, noch bessere TVolume 4.

Quelle: op-online.de

Kommentare