Vorweihnachtlicher Budenzauber

Entstanden aus Verkauf von Kerzen

+
Umlagert waren die über 50 Stände zum Weihnachtsmarkt in Babenhausens Innenstadt.

Babenhausen - Der frisch zubereitete Teig kommt in den Portionierer, der kleine Mengen ins heiße Öl drückt. Von Petra Grimm 

Zum schwungvollen Weihnachtsmarkt-Auftakt sang der Langstädter Kinderchor einige Lieder.

Die kleinen Kringel werden über die Backstraße transportiert und am Ende, wenn sie goldbraun ausgebacken sind, noch mit bunten Streuseln dekoriert, Zucker und Zimt bestreut oder Schokolade überzogen. Seit 15 Jahren bauen Matilda Daurer und Peter Höhn ihren Verkaufswagen auf dem Babenhäuser Weihnachtsmarkt auf, um „Original American Donuts“ unters Volk zu bringen. Auch am Wochenende hatten sie wieder ihren Stammplatz in der Bummelgasse bezogen. Für ihre Treue ehrte der DRK-Vorsitzende Helmut Fendt nicht nur die beiden Donuts-Bäcker sondern weitere Beschicker, die teilweise schon 25 Jahre beim vorweihnachtlichen Budenzauber des Babenhäuser DRK dabei sind, mit Urkunden.

Matilda Daurer und ihr Lebensgefährte, die in Lampertheim zuhause sind, fühlen sich sehr wohl in Babenhausen, erzählen sie. „Sonst wären wir nicht so lange dabei und zwar dreimal im Jahr. Denn zum Ostermarkt und dem Altstadtfest kommen wir auch“, sagte die 65-Jährige, die vor allem das Zwischenmenschliche in der Gersprenzstadt schätzt: „Hier sind alle sehr nett, vor allem die Familie Fendt, aber auch die Geschäftsleute hier und die Nachbarn, die wir beim Markt haben. Es herrscht eine familiäre Atmosphäre. Das spürt man sogar bei den Kontrollen, zum Beispiel wenn jemand von der Stadt wegen der Feuerlöscher kommt. Da gibt es immer ein freundliches Wort.“

Über 50 Stände und Buden, auch von örtlichen Vereinen, luden beim 41. Weihnachtsmarkt des ausrichtenden DRK dazu ein, durch die Altstadt zu bummeln, zu schlemmen und einzukaufen. Eine Hobbykünstlerausstellung mit vielen hochwertigen Handarbeiten, darunter Holzarbeiten, Genähtes, Gestricktes und Gehäkeltes, Teddybären, Schmuck, Gemälde, Grußkarten, Seifen und vieles mehr war in der Stadtmühle aufgebaut. Und die Kreativität war beeindruckend. Von selbst genähten Wickelröcken mit großen aufgedruckten Tierfotos bis zu filigran verzierten Streichholzschachteln für Geldgeschenke reichte die ideenreiche Palette.

Am Sonntag luden die Geschäftsleute zum Tag der offenen Tür. Auf der Freiluftbühne auf dem Marktplatz gaben sich während der zwei Tage viele Musik treibende Vereine und Gruppen ein Stelldichein, um die Flaneure in weihnachtliche Stimmung zu versetzen. Der Nikolaus verteilte Lebkuchen und ein Karussell drehte sich zur Freude der kleinen Marktbesucher auch. Geduldig ließen sich die Esel in der lebenden Krippe streicheln. Die gewaltigen Ochsen wurden sicherer Entfernung bestaunt. Ein schöne Idee zur Unterhaltung der Kinder hatten auch die christlichen Pfadfinder „Royal Rangers“, die an ihrem Stand nicht nur frisches Brot in großen Eisenöfen buken, sondern auch dazu einluden, über einem kleinen Lagerfeuer leckeres Stockbrot zu rösten.

Weihnachtsmarkt in Babenhausen

Weihnachtsmarkt in Babenhausen

Klein angefangen hat diese Großveranstaltung im Lichterglanz und Glühweinduft, die das örtliche DRK aus Mangel an jüngeren Mitgliedern ohne den hilfreichen Einsatz der gesamten Firma Fendt gar nicht stemmen könnte. Mit einem Kerzenverkauf des Jugendrotkreuz im Jahre 1973 hat alles begonnen. „Damals waren es sechs Stände“, erinnert sich Helmut Fendt, der das vorweihnachtliche Treiben gemeinsam mit Bürgermeisterin Gabi Coutandin am Samstagvormittag eröffnete. Zum schwungvollen Auftakt sang der Langstädter Kinderchor einige Lieder. Außerdem übergab der Gewerbeverein bei der offiziellen Eröffnung einen Spieleanhänger an die städtische Kinder- und Jugendförderung und prämierte die Preisträger des Ideenwettbwerbs zu den vier Verkehrskreiseln in der Stadt.

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare