SPD vor Wahl offen für Seiteneinsteiger

Münster ‐ Die Sozialdemokraten der Gemeinde laden die Agenda-21-Gruppe in ihre Zukunftswerkstatt „Umwelt, Ortsentwicklung und Verkehr“ für Samstag, 27. November, von 9.30 bis 13 Uhr ins Storchenschulhaus ein, um ihre Konzepte zu präsentieren. Von Thomas Meier

Dabei sollen die Teilnehmer ein Votum abgeben, welche dieser Ideen in das SPD-Kommunalwahlprogramm 2011 einfließen sollen. Die Agenda-21-Gruppe besteht aus Mitstreitern, die seit vielen Jahren in Münster leben und sich ohne parteipolitische Bindung für die nachhaltige Weiterentwicklung der Gemeinde engagieren. „Das wird spannend. Mich interessieren besonders die Ideen für den Rathausplatz und die Ortsentwicklung“, sagt Münsters SPD-Vorsitzender Gerald Frank.

„Mit unseren drei Zukunftswerkstätten haben wir Bürger bereits intensiv in die Entwicklung unseres Kommunalwahlprogramms 2011 mit einbezogen. Nun gehen wir gezielt auf Gruppen und Organisationen zu, die sich gesellschaftlich engagieren“, erklärt Frank. Man habe in Münster viele Bürger, die ihre Qualifikationen und ihren Sachverstand in die Gestaltung der Gemeinde einbringen könnten.

„Es ist gut, dass die SPD außerhalb der Partei Statements von Bürgern sammelt und deren Meinung anhört“, meint Renate Waldschmitt, Sprecherin der Agenda- 21-Gruppe.

Als vorbildlich lobt der SPD-Vorsitzende das Engagement der Agenda-21-Gruppe, die im vergangenen Jahr ihr zehnjähriges Bestehen feierte. Dabei seien Konzepte entstanden, wie das „Grüne Netzwerk für Münster und Altheim“, durch das man unbeeinträchtigt von motorgetriebenen Fahrzeugen auf Wegen in natürlicher und begrünter Umgebung zu Fuß oder per Fahrrad die täglichen Besorgungen oder auch Freizeitaktivitäten erledigen kann. Ein weiteres Projekt beinhaltet einen ortsnahen Abschnitt an der Gersprenz, in dem Ideen zum Umwelt und Hochwasserschutz entwickelt wurden.

Um die Politik wieder näher an die Bürger heranzubringen, will der SPD-Vorsitzende sogar politisch engagierte Seiteneinsteiger auf die Kommunalwahlliste nehmen, die keine Parteimitglieder sind. Natürlich sollten diese Kandidaten der Sozialdemokratie nahe stehen: „Wir sind ganz offen. Es geht darum, kompetente Bürger für die Gestaltung von Münster zu gewinnen“, erklärt Frank. Wer Interesse hat, als Parteiloser auf der SPD-Liste zu kandidieren, kann sich mit dem SPD-Vorsitzenden unter der E-Mailadresse gerald-frank@gmx.de in Verbindung setzen.

Quelle: op-online.de

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