Stargast verhindert

Wahlkampfauftritt von Ralf Stegner kurzfristig abgesagt

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SPD-Landtagskandidatin Catrin Geier und Bürgermeister Gerald Frank auf dem Podium versprachen miteinander im Klartext zu reden. Dabeisein wollte auch der stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende Ralf Stegner, doch war der bundespolitisch verhindert.

Münster - Auch wenn der prominenteste Wahlkampfhelfer Rald Stegner am Donnerstag nicht zur Diskussionsrunde mit SPD-Landtagskandidatin Catrin Geier ins Foyer der Kulturhalle kam, fanden sich rund 60 Gäste von Moderator Gerald Frank und der gut aufgelegten Kandidatin bestens unterhalten und informiert.

Ralf Stegner, Landesvorsitzender der SPD Schleswig-Holstein und stellvertretender SPD-Vorsitzender im Bund, ließ sich kurzfristig entschuldigen, aber er hatte wegen der bundespolitischen Lage, dem Fall Maaßen und der in Bedrängnis geratenen großen Koalition am Abend andernorts andere Brandherde zu betreuen. Dem Motto des Bürgermeisters folgend – „machen wir das Beste daraus“ – galt so alle Zeit der Vorstellung der Landtagskandidatin Geier, die dem Publikum erläuterte, wie sie zur Politik kam und was für Ziele sie im Land zu verfolgen gedenkt, wenn sie gewählt wird.

Klar, dass die aktuelle Bundespolitik und vor allem der Streit um den nunmehr ehemaligen Chef des Verfassungsschutzes aus dem Publikum hinterfragt wurde. Geier versuchte, die Positionen der Parteioberen darzulegen. Jeder müsse sich hierzu sein eigenes Bild machen, sagte die Politikerin aus Groß-Zimmern, aber auch, dass man von einer solchen Personalie nicht die komplette Bundespolitik abhängig machen dürfe.

Greifbarer für das Publikum wurde es, als sie zur Landespolitik sprach. Vor allem dem Verkehr wurde einiger Raum der eineinhalbstündigen Diskussion gewidmet. Dem Verkehrschaos im Rhein-Main-Gebiet zu begegnen sei ihr Ziel, Nahverkehrskonzepte gelte es auszubauen und zu verbessern. Man müsse hier viel Geld in die Hand nehmen, um etwas zu tun. Klar, das Szenenapplaus aufkam, wenn die Politikerin etwa Darmstädter Verkehrsszenarien beschrieb. Manche Fragen aus den Besucherreihen waren nicht aufzudröseln. Etwa wenn ein Gast wissen wollte, wann denn die Bundesbahn endlich Schallschutzwände an der Bahnlinie auch entlang Münsters zu errichten gedenke. (tm)

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Quelle: op-online.de

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