Nicht nur Väter feiern Himmelfahrt

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Von Vatertagsrunde bis zum Gottesdienst: Das Waldfest deckte an Christi Himmelfahrt verschiedene Interessengruppen ab.

Münster - Zum 50-jährigen Bestehen der Martinsgemeinde laden die Protestanten beim Waldfest der AGV Eintracht zum Christi-Himmelfahrts-Gottesdienst ein. Von Michael Just

Am Vatertag ist bei vielen der rein männlichen Ausflugsgruppen nicht immer klar, wer zurecht als Papa mitfeiert und wer als „Trittbrettfahrer“ für ein paar feuchtfröhliche Partystunden agiert. Bei dem Eppertshäuser Quartett, das zum Waldfest ins Münsterer Freizeitzentrum angerückt war, bestand kein Zweifel: Wir sind alle Väter“, hoben Andreas Müller (42), Christoph Abendroth (37), Peter Scharf (44) und Harald Dreimann (48) heraus. Und noch zwei weitere Gründe ließen sie beruhigt feiern: „Bei jedem von uns sind die Kinder nur von einer Frau. Und alle sind noch in erster Ehe verheiratet. “.

Das Waldfest des AGV Eintracht freute sich an Christi Himmelfahrt über einen breitgefächerten Einzugskreis. Den Weg fanden Vereinsmitglieder, Ausflügler aus Münster und Umgebung, Freunde des Chorgesangs und natürlich Väter, die die große Runde machten. In diesem Jahr begann die Veranstaltung mit einem Gottesdienst. Anlass war der Kirchenbau der evangelischen Martinsgemeinde vor 50 Jahren. Dazu lud man die protestantischen Gemeinden aus Dieburg, Groß-Zimmern, Eppertshausen, Messel und Altheim ebenfalls ein.

Kontakte pflegen

In diesen Städten und Orten waren die Mitglieder zuvor angehalten worden, zum Beten und Feiern nach Münster zu kommen. „Wir versuchen an Christi Himmelfahrt schon länger, die Kontakte zu den Nachbarn pflegen“, berichtete Pfarrer Christoph Sames und erinnerte an die vorherigen Gottesdienste an der Birkenruhe in Groß-Zimmern, wo das Wetter aber nie mitspielte. Diesmal blieb der Regen aus, so dass Christoph Sames mit den Pfarrerkollegen Dieter Schmidt (Dieburg) sowie Michael Merbitz-Zahradnik (Groß-Zimmern) den Gottesdienst unter reger Anteilnahme gestalten konnten. Das Motto: „Da berühren sich Himmel und Erde“.

Im Anschluss lud die Eintracht zum Frühschoppen, der vom eigenen Männerchor, vom Sonntag-Verein Nieder-Roden sowie dem AGV Groß-Zimmern gesanglich unterlegt wurde. Mit den Sängern aus Nieder-Roden wird die Eintracht zusammen Ende Juni auf das Chorfestival bei der Landesgartenschau in Gießen fahren.

Stichwahl muss Ergebnis bringen

Zum Waldfest gehört seit geraumer Zeit mit dem „Eisstock-Fass-Schießen“ auch ein ganz besonderer Spaß. Die beiden Münsterer Bürgermeisterkandidaten Udo Beutler und Gerald Frank versuchten sich ebenfalls und erzielten jeweils einen Treffer. „Da unser Duell keine Entscheidung brachte, muss jetzt doch die Stichwahl ein klares Ergebnis bringen“, resümierte AGV-Vorsitzender Manfred Löbig lachend.

Dass es sich auf dem Waldfest lange aushalten lässt, bewies bereits erwähnte Vatertagsgruppe aus Eppertshausen. Von 10.15 Uhr bis kurz nach 13 Uhr verweilte der Bekanntenkreis fast drei Stunden im Freizeitzentrum und verschob die Folgestationen bei den Rodeo-Dancers, den Anglern und dem OWK spontan nach hinten. Der geplante Schnelldurchlauf aller Feste in der näheren Umgebung – um einer möglichen Müdigkeit zuvorzukommen – geriet schon beim ersten Halt ins Wanken.

Doch nicht nur der Tourplan bröckelte: Zeigte sich die Runde bei der Ankunft im Freizeitzentrum noch stolz, Fahrräder und keine E-Bikes zu bewegen, war man sich dieser Ansicht im Verlauf des Tages nicht mehr ganz so sicher.

Quelle: op-online.de

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