Was brannte im Chemiesaal?

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Kleiner Brand, große Auswirkung: Rund 15 000 Euro Schaden richtete das Feuer nach Polizeischätzung an.

Münster - Nicht nur am Samstag herrschte Hochbetrieb zum Tag der offenen Tür in der Schule auf der Aue, auch am Sonntag, als eigentlich nur der Hausmeister und ein paar Hilfskräfte am Aufräumen sein sollten, kamen die Menschen geströmt. Von Thomas Meier

Allerdings lockte kein Nikolausmarkt die Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, Kreis und weiteren Institutionen in die Heinrich-Heine-Straße, sondern ein Feuer im naturwissenschaftlichen Trakt der Kooperativen Gesamtschule.

Hausmeister Billi Kallfa roch „den Braten“ am Sonntagmittag als erster, der da aus einem Chemiesaal drang. Und schnell wurde er der Flammen gewahr, die da in der Ecke beim Waschbecken loderten. Er rief die Feuerwehr, die Minuten später mit der Polizei am Brandherd auch eintraf. Schnell war das Feuer gelöscht, doch der Schaden bereits beträchtlich. Schlimmer noch: Es stank bestialisch.

„Am Montag kein Unterricht im Fachtrakt“

„Schnell war klar, dass am Montag kein Unterricht im Fachtrakt wird stattfinden können “, sagt Dr. Claus Walther. Der stellvertretende Schulleiter, ebenfalls vom Hausmeister von dem Vorfall informiert, traf kurz nach den Einsatzkräften an der Schule ein. Weder Wehr noch Polizei wussten zu sagen, was in dem Chemiesaal alles in Flammen aufgegangen war. Dies herauszufinden, musste ein Spezialunternehmen bestellt werden.

Michael Eschenfelder nimmt Proben der Umluft in den vom Brand betroffenen Klassenzimmern.

„Unterricht sollte keiner ausfallen, aber der Brand-Saal und drei angrenzende Unterrichtsräume waren durch die starke Rauchentwicklung so stark beeinträchtigt, dass sie für den Montagsunterricht geschlossen bleiben mussten“, sagte Wagner gestern. Und nachdem die Brandermittler der Darmstädter Kriminalpolizei die betroffenen Räumlichkeiten in Augenschein genommen hatten, durfte zunächst nur Michael Eschenfelder vom Chemisch-Analytischen Laboratorium Arheilgen hinein. Er hatte gestern den gesamten Vormittag bis in den Nachmittag hinein vermessen, was genau für Schadstoffe beim Brand in die Luft und die betroffenen Säle gelangten. Vor allem PCB und Schwermetallen galt seine Aufmerksamkeit. Die Messergebnisse werden für heute Mittag erwartet.

Bereits zuvor sollten allerdings die Gebäudereiniger ans Werk dürfen, denn die Schule will baldmöglichst wieder „normalen Schulbetrieb“ gewährleisten. Auch wenn keine einzige Stunde Unterricht wegen des Brandes ausgefallen ist, will man schnell „zur Normalität“ zurück gelangen. Morgen soll entschieden werden, wann die betroffenen Räumlichkeiten wieder benutzt werden.

Quelle: op-online.de

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