Webcam überträgt aus Storchennest

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Der in Europa bekannteste Storch ist der Weißstorch.

Münster - (thh) Das Münsterer Storchenpaar ist wieder aus dem Winterquartier an seinen Brutplatz in Münster zurückgekehrt. Passend dazu gibt es ab sofort auf der Internetseite der HEAG  aktuelle Fotos vom Storchennest an der Kläranlage in Münster.

Alle 30 Sekunden sendet die dort montierte Webcam ein neues Foto vom Balz- und Brutverhalten der Zugvögel sowie von der späteren Brut und deren Aufzucht.

Störche:

Die Störche (Ciconiidae) sind eine Familie der Schreitvögel, die mit sechs Gattungen und 19 Arten in allen Kontinenten außer Antarktika verbreitet ist. Charakteristisch für diese Vögel sind der lange Hals, die langen Beine und der große, oft langgestreckte Schnabel. Alle Störche sind Fleischfresser, die Ernährung variiert aber je nach Art. Der in Europa bekannteste Storch ist der Weißstorch (Ciconia ciconia), andere bekannte Vertreter dieser Gruppe sind beispielsweise die Marabus (Leptoptilos) und der Nimmersatt (Mycteria ibis).

Quelle: wikipedia.de

Dass dies möglich ist, verdanken Storchenfreunde einer Kooperation zwischen der Gemeinde Münster und der HSE. „Die HSE steht für eine nachhaltige Energieversorgung. Dazu gehört auch die Förderung von Naturschutz und Umwelt“, so HSE-Sprecher Jürgen Hein-Benz. Beraten wird das Projekt vom Ornithologen Hans Ulrich aus Münster und von Dr. Wolfgang Heimer, Abteilungsleiter für Natur und Umweltschutz im Landkreis Darmstadt-Dieburg.

An der Kläranlage in Münster steht seit längerer Zeit ein ehemaliger Strommast. Auf diesem befindet sich ein Storchennest, dass die Tiere mittlerweile seit 2000 nutzen. Hans Ulrich vom Münsterer Naturschutzbund (Nabu) und seine Mitstreiter haben in der jüngeren Vergangenheit einiges unternommen, um den Störchen das Nisten und die Versorgung der Nachkommen zu erleichtern: „Wir haben Nisthilfen geschaffen und auch ein Feuchtbiotop angelegt, das vor allem in der warmen Jahreszeit für ein reiches Futterangebot sorgen soll“.

Verbunden wurde mit der Webcam jedoch nicht nur die Internetseite der HSE. Auch auf den Seiten der Gemeinde Münster und des Landkreises Darmstadt-Dieburg können Interessierte Einblick in das Leben des Storchenpaares nehmen. „Störche haben für die Menschen einen hohen emotionalen Wert und ich bin mir sicher, dass sich viele Storchenliebhaber die Websites ansehen werden, “ sagt Bürgermeister Walter Blank.

Zug der Störche

Im August geht der Storchensommer zu Ende. Die Jungen sind nun unabhängig von ihren Eltern. Sie sammeln sich in größer werdenden Trupps und ziehen noch vor den Alttieren ab. Die Zugrichtung ist ihnen angeboren. Sie benötigen daher keine Führung durch die Eltern, die etwa eine Woche nach den Jungen aufbrechen.

Störche ziehen auf zwei Routen in ihre Winterquartiere. Eine sogenannte Zugscheide trennt ostwärts und westwärts ziehende Störche. Diese Zugscheide verläuft mitten durch Deutschland (von Holland bis zum Harz; dort knickt sie nach Süden zu den Alpen hin ab).

Man spricht daher von Westziehern und Ostziehern. Die westliche Zugroute (Weststörche) führt über die Iberische Halbinsel nach Marokko und von dort nach Zentralafrika. Die östliche Zugroute (Oststörche) führt über den Balkan, den Golf von Iskenderun, die Länder des Nahen Ostens nach Ost-, Zentral- und Südafrika.

Durchschnittlich legen Störche auf dem Zug eine tägliche Strecke von 150 - 300 Kilometern zurück. Sie verhalten sich dabei wie Segelflugzeuge. Sie nutzen warme Aufwinde (Thermiken) und lassen sich ohne Flügelschlag in große Höhen tragen. Von hier lassen sie sich über große Entfernungen zum Fuß einer neuen Thermik gleiten. Im aktiven Ruderflug könnten die Störche die langen Strecken in die Überwinterungsgebiete nicht bewältigen.

Fehlende Thermik ist übrigens auch der Grund, warum Störche nicht direkt über das Mittelmehr nach Afrika fliegen. Die riesige Wassermasse des Mittelmeers erwärmt sich bei Sonneneinstrahlung viel langsamer als das Festland; deshalb bildet das Mittelmeer für die ziehenden Störche eine unüberwindliche Barriere.

Quelle: euronatur.org

Quelle: op-online.de

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