Florian Kisling als Gemeindebrandinspektor bestätigt

Wehr-Statistik preist Sonntage

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Diese Münsterer Wehrleute nahmen am Samstagabend ihre Anerkennungsprämien entgegen. 5. v. r.: Dittmar Zirpel, der bereits seit 40 Jahren aktiven Dienst in der Feuerwehr leistet. Rechts Florian Kisling, der drei weitere Jahre lang Gemeindebrandinspektor bleibt.

Münster - Florian Kisling bleibt drei weitere Jahre Gemeindebrandinspektor. Neben Wahlen beherrschten Berichte die Hauptversammlung der Feuerwehr, wobei der Rückblick auswies, dass 2017 ein atypisches Einsatz-Jahr war.

Florian Kisling bleibt auch in den nächsten drei Jahren Münsters oberster Brandschützer: Bei der Mitgliederversammlung der Feuerwehr – sowohl der Einsatzabteilung als auch direkt im Anschluss des Feuerwehr-Vereins – wählten ihn die rund 50 Stimmberechtigten im Stützpunkt wieder einstimmig zum Gemeindebrandinspektor. Mehrere Aktive erhielten Anerkennungsprämien, darüber hinaus berichteten die Mitglieder des Wehrausschusses ausführlich über ihre Arbeit im vergangenen Jahr. Allen voran ging Kislings Bericht. Der alte und neue „GBI“, wie viele Wehrleute sein Amt in der Umgangssprache abkürzen, blickte hinsichtlich der Einsätze in 2017 auf ein „atypisches“ Jahr zurück. Was weniger die Zahl der recht konstanten 122 Einsätze meinte, sondern deren Verteilung: Unter ihnen waren gleich 48 Fehlalarme, was mit zwei „Brennpunkten“ zu tun gehabt habe: Mehrfach wurde die Münsterer Feuerwehr ins Flüchtlingsheim sowie ins „Apart Hotel“ im Ortsteil Breitefeld gelotst, ohne dass es brannte oder eine andere Hilfe benötigt wurde. Durch Gespräche habe man dieses Problem zunächst entschärfen können.

Ein bisschen kuriose Statistik brachte Kisling ebenfalls: So brenne es in Münster montags und freitags am häufigsten, während dienstags und mittwochs die meisten anderen Hilfeleistungen unternommen werden müssten. Fehlalarme wiederum häuften sich vor allem am Freitag und Samstag. Sonntags gehe es ruhig zu. Kisling am Samstagabend zu den Kameraden: „Rein statistisch könnt ihr morgen ausschlafen!“ Ansonsten aber sind die derzeit 71 Angehörigen der Einsatzabteilung (sechs weniger als im Jahr zuvor, 57 aus Münster, 14 aus Altheim) eine ausgeschlafene Truppe, die mit Blick auf ihr besonderes Hobby und Ehrenamt nicht müde zu werden scheint. Dafür sprechen allein 1 716 Mannstunden in Einsätzen im vergangenen Jahr. Hinzu kamen 3 476 Ausbildungsstunden.

Trotzdem beschönigte Kisling nichts und betonte: „Wir müssen mit allem Nachdruck die Personalentwicklung im Auge behalten.“ Die Löschgruppe Altheim befinde sich bereits „im Bereich der kritischen Masse“. Auch die Einsatzabteilung Münster könne bei ihren Einsätzen „nicht unbedingt aus dem Vollen schöpfen“. Mit Blick auf den Fuhrpark kündigte Kisling an, Ende Mai werde ein neuer Gerätewagen für die Logistik eintreffen. Zudem erhält die Löschgruppe Altheim ein neues Mannschaftslöschfahrzeug, das in Kürze bestellt werde. Unter dem Strich sei die Feuerwehr – auch dank der guten Zusammenarbeit mit dem Gemeindevorstand sowie dem ebenfalls anwesenden Bürgermeister Gerald Frank – „auf einem technisch einwandfreien Stand“.

Wie werde ich Feuerwehrmann/frau?

Positive Worte erhielt die Münsterer Wehr auf ihrer Versammlung auch vom neuen Kreisbrandinspektor Heiko Schecker. Der lobte unter anderem die „tolle Ausrückzeit“ von nur drei Minuten. Aus den anderen Berichten des Wehrausschusses ging hervor, dass der Nachwuchs konstant blieb: Derzeit sind es 20 Jugendliche in der Münsterer Jugendfeuerwehr, zwölf in Altheims Nachwuchsabteilung sowie 15 Kids bei der Kindergruppe „Feuerzwerge“.

Vereinsvorsitzender Josef Haus sprach von „überwiegend positiven Ereignissen“ in 201 Veranstaltungen führte er d7. Als Höhepunkt bei den as zweitägige Oktoberfest des Vereins an, das es auch in diesem Jahr, und zwar am 29. und 30. September, geben wird. Der Mitgliederstand sei stabil und betrage rund 700 Förderer. „Dennoch liegen wir immer noch im Vergleich zu anderen Gemeinden in unserem Landkreis etwas zurück“, so Haus. Unter anderem am 27. Mai (Tag der offenen Tür in der Kulturhalle) wolle man um neue Mitglieder werben.

Wahlergebnisse und Anerkennungsprämien

Nach den Neuwahlen setzt sich der Wehrausschuss der Aktiven der Münsterer Feuerwehr wie folgt zusammen: Gemeindebrandinspektor bleibt Florian Kisling, Stellvertretender Gemeindebrandinspektor ist Timo Kreher, Sprecher der Löschgruppe Altheim Tobias Fieres, die Stelle des Gemeindejugendfeuerwehrwart bleibt unbesetzt. Jugendfeuerwehrwart in Münster ist Stefan Schneider, in Altheim: Marcel Weihert. Die Leiterin der Kindergruppe „Feuerzwerge“ heißt Tanja Kisling. Vorsitzender der Ehren- und Altersabteilung Münster ist Franz Orth, in Altheim Klaus Weihert. Der Vorsitzende der Musikabteilung Guido Quäling wurde durch die Mitglieder der Musikabteilung vorher gewählt. Beisitzer sind Andreas Dollheimer, Andreas Haus, Peter Groh und Tjark Schoeltzke. Durch den Gemeindebrandinspektor benannte Zugführer sind Reiner Bader, Daniel Oestreicher und Michael Sühl. Anerkennungsprämien (beispielsweise 500 Euro für 30 Jahre aktiven Dienst bei der Wehr) erhielten zehn Wehrleute. Für zehn Jahre: Matthias Gruber, Jessica Krauß und Maik Wystrach; Für 20 Jahre: Tobias Fieres, Daniel Grimm, Christian Lauer und Tobias Schiller; für 30 Jahre: Stefan Hebeling, Peter Volker Löbig; für 40 Jahre: Dittmar Zirpel.

Quelle: op-online.de

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