Münsters Weihnachtsmarkt 2018

Mit Eisprinzessin und Schneehasen

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Engelchen schaut Nikolaus hinter den Bart: Den Kindern aus der Rüssel-Kita oblag der Auftakt zum Münsterer Weihnachtsmarkt. -  

Münster - Zu Glühwein, Bratwurst, gebrannten Mandeln und Stockbrot – Adventsklassiker beim Münsterer Weihnachtsmarkt vor dem Rathaus – gesellten sich dieses Jahr nicht nur lukullische Neuerungen. Der Nikolaus ließ sich durch die Eisprinzessin vertreten und die Feuerspucker wären auch ohne den Regen nicht gekommen. Von Thomas Meier 

Weihnachtswichtelparade vor strickender Hobbykünstlerin: Im Rathaus gab es viel Handwerkliches zu erstehen.

Traditionell eröffneten die Kinder der Kita Im Rüssel das Markttreiben am Samstagnachmittag. Unterm Pavillondach der aufgebauten Bühne sangen sie zur Freude bereits zahlreicher Besucher einige Weihnachtslieder, wofür ihnen die Vorsitzende des den Markt ausrichtenden Gewerbevereins, Annelore Oestreicher, mit einigen Süßigkeiten dankte. Bürgermeister Gerald Frank freute sich über den frühen Ansturm aufs Adventstreiben, nahm den Beginn der besinnlichen Zeit aber auch wahr, mahnende Worte ans Publikum zu richten. Er blickte vom Rathausvorplatz gen Argentinien, wo einem angst und bange werden könne bei der Art und Weise, in der dort überlebenswichtige Themen angepackt würden. Von der Weltpolitik kam Münsters Oberhaupt zum globalen Klimawandel, dessen Auswirkungen in diesem Jahr Münster ganz besonders hart erwischt hätte. Die Schäden vom Sturm Fabienne am 23. September würden die Gemeinde noch lange beschäftigen. Glück im Unglück: „Es kamen keine Menschen zu Schaden.“ Der Advent sei die richtige Zeit, auf Frieden – auch mit der Natur – zu hoffen und zu beten. Damit wünschte er den Zuhörern gleichsam auch einen guten Start ins neue Jahr.

Die Bühne betraten am Samstag noch der Chor der Christlichen Gemeinde Münster, der einige Weihnachtsweisen vortrug, und die Aktiven des Arbeitergesangvereins Münster, die ebenfalls adventliche Evergreens intonierten.

Unterm Dach der Bühne intonierte die Christliche Gemeinde Münster traditionelle und klassische Weihnachtsweisen.

Gestern war am Nachmittag das Vororchester des Musikvereins Münster auf der Bühne, gefolgt vom Projektorchester „Horsch e Moll“. Letzteres ist eines für Wieder- und Quereinsteiger, und es nutzte den Auftritt freilich auch zur Eigenwerbung. Schließlich kam kurz vorm Dunkelwerden die Eisprinzessin, um die kleinen Besucher in Vertretung des Weihnachtsmannes zu mit Süßigkeiten zu beschenken, die der vormals stets auf seinem Hundeschlitten mitbrachte.

Zwischen all solcher Unterhaltung gab es noch jede Menge zu entdecken auf dem kleinen Adventssmarkt. Im Rathaus etwa stellten ein knappes Dutzend Kunsthandwerker ihre Kreationen aus. Von Strickmützen, über selbst gemachte Postkarten, Schals, Marmeladen, Liköre, Bilder, Schmuck und vielerlei mehr reichten die Angebote in Foyer und Sitzungssaal.

Weihnachtsmarkt in Münster: Fotos

Draußen umwarben überwiegend Ess- und Trinkstände das Publikum. Die Messdiener schenkten reichlich aus, ebenso die zukünftigen Kerbborschen, die ihre Kriegskasse für die kommenden Ereignisse 2019 füllen wollten. Beim AGV gab’s „Schneehasen“ (Eierlikör mit Rum) ab drei Euro, und überhaupt war Hoch- und nicht ganz so Hochprozentiges überall zu erstehen. Der Glühwein floss auch ohne die dazugehörigen Minusgrade.

Neue Marktbeschicker brachte Martin Reus mit ins Spiel, der selbst traditionell mit Crepes und Knobibrot aufwartete. Tobias Döppes etwa kam erstmals mit Thaifood auf den Markt, bei dem es auch für Fleischliebhaber „Monsterspieße“ gab. Oliver Kraft fuhr gar mit einem Food-Truck zwischen den Buden auf, um BBQ-Burger für acht Euro an den Hungernden zu bringen. Für die Kleinen drehte sich ein Karussell, für Zuckerwatte und Mandeln satt sorgte ein Stand, es gab Kartoffelpuffer und heißen O-Saft. Herz, was willst Du mehr.

Quelle: op-online.de

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