CDU besteht auf Einhaltung alten Beschlusses

Weiter Diskussion über Schilder-Tausch

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Altheimer Bürger wollen sich auch auf dem Ortsschild nicht Münsterer Obrigkeit unterordnen. Die CDU will alte Schilder-Zustände zurück bekommen und stellt Anträge.

Münster - Nicht nur in Altheim sorge der Austausch der Ortseingangsschilder für Unverständnis, auch in Münster, stellt die CDU jetzt in einer erneuten Stellungnahme fest und fragt: „Vor allem wenn man bedenkt, dass auf den seitherigen Schildern ja auch nicht ,Münster bei Dieburg’ stand.

Also was ist der Beweggrund für diese Aktion des Bürgermeisters?“ Ein einheitliches Erscheinungsbild könne nicht alleine der Grund gewesen sein, denn davor seien die Schilder auch einheitlich gestaltet gewesen. Seitens der CDU-Fraktion werde man anfragen, was die Aktion der Gemeinde gekostet hat.

„Bei allem Austauschaktivismus wurde dann noch übersehen, dass es für den Ortsteil Altheim eine spezielle, von der Gemeindevertretung bereits am 11. Dezember 1987 beschlossene Regelung gibt“, erklärt CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender Thomas Heinz. Damals habe die Gemeindevertretung auf Antrag der CDU-Fraktion den folgenden Beschluss gefasst: „Der Gemeindevorstand wird beauftragt, im Ortsteil Altheim neue Ortseingangsschilder anzubringen, die zuerst den alten Ortsnamen nennen“.

Nicht nur die Mitglieder der CDU-Fraktion fragten sich, warum es kürzlich zum Austausch der Schilder an den Altheimer Ortseingängen kam und nun „Münster (Hessen)“ als erster Ortsname verzeichnet ist.

Hauptstraßenfest in Altheim: Fotos

Der Austausch der Ortseingangstafeln in Altheim sei laut Heinz umso unverständlicher, wenn man bedenke, wie viele Fahrzeughalter im ehemaligen Landkreis Dieburg inzwischen von der neu eingeräumten Möglichkeit des Kraftfahrzeug-Kennzeichentauschs von „DA“ in „DI“ Gebrauch gemacht hätten. Auch das habe, wie die Altheimer Ortstafeln, etwas mit Heimatgeschichte und Heimatpflege zu tun: „Die CDU-Fraktion fordert daher, die alten Ortseingangsschilder wieder einzubauen.“

Für die Einhaltung des Gemeindevertreterbeschlusses werde die CDU-Fraktion nun die weiteren Schritte einleiten, schließlich sei ein Beschluss des obersten Organs der Gemeinde für den Gemeindevorstand verbindlich und könne nicht einfach zur Seite geschoben werden, heißt es abschließend. (tm)

Quelle: op-online.de

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