Welche Rechte haben Schul-Eltern?

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Förderbedarf und Möglichkeiten der Pädagogen: Ein Vortragsabend in der vom Land ausgezeichneten Bücherei Münster informiert über das Testen der Kinder. „Lies dich fit - wir machen mit!“ wurde ausgezeichnet: Von links: Olaf Salg, Abteilungsleiter Soziales, Kinder- und Jugendförderung, Jasmin Frank, Büchereileiterin, Heike Unterleider, LVL Hessen, und die Lesepatinnen Brigitte Ganz, Jutta Beuck und Hannelore Deinert.

Münster - Wer ist eigentlich zuständig für die Testung von Kindern, bei denen der Verdacht auf Legasthenie oder Dyskalkulie besteht? Welchen Anspruch auf Fördermaßnahmen haben solche Jungen und Mädchen?

Welche Formen der besonderen Beurteilung und Unterstützung gibt es für betroffene Schulkinder? „Es gibt sehr viele Fragen, die Eltern in Bezug auf ihr Recht an der Schule haben, deshalb informieren wir vom Landesverband für Legasthenie und Dyskalkulie Hessen (LVL) immer wieder darüber“, erläutert Heike Unterleider, die als Leitung der LVL-Gruppe Eppertshausen und Münster am Donnerstag, 28.November, 20 Uhr, in der Bücherei, Frankfuerter Straße 3, einen Vortrag über das Thema hält. Die Vortragsreihe, die das Lesepatenprojekt „Lies dich fit - wir machen mit!“ flankiert, wird sehr gut besucht, gibt es doch viel Informationsbedarf bei Eltern und Fachkräften. „Wir sind als Bücherei sehr froh darüber, immer wieder Expertinnen zu finden, die über die verschiedenen Belange rund um die Themen Lernen, Lesen, Rechnen und Schule allgemein referieren. Genauso schön ist es, dass so viele Besucher zu den Vorträgen kommen, sich informieren und auch zu Diskussion, Fragerunde und gegenseitigem Austausch beitragen“, freut sich Büchereileiterin Jasmin Frank.

Das Konzept geht auf: Für das Kooperationsprojekt mit dem LVL „Lies dich fit - wir machen mit!“, das aus einem Lesetraining mit qualifizierten Lesepaten, einer Fülle von Fach- und Übungsliteratur und den Vortragsabenden besteht, wurde die Bücherei Münster jetzt mit dem Hessischen Leseförderpreis ausgezeichnet. „Das ist insbesondere für die vielen ehrenamtlichen Lesepaten eine Anerkennung und Auszeichnung, denn sie bringen sehr viel Engagement mit.“ Zudem zeige es fleißig trainierenden Kindern: Lesen lohnt sich. Ihre Anstrengung, trotz Fremdsprachlichkeit oder Leserechtschreibschwäche, zum Buch zu greifen, werde so deutlich belohnt, zumal das Lesen mit den Lesepaten den Kindern auch einfach sehr viel Spaß mache, erzählt Frank. Auf dem aktuellen Vortragsabend beleuchtet die Referentin Heike Unterleider die momentane Gesetzeslage und deren problematische Umsetzung bis hin zu konkreten Maßnahmen an den Schulen. Auch für das kommende Jahr sind wieder Vorträge geplant, das Lesetraining läuft ebenfalls an jedem dritten Donnerstag im Monat außerhalb der Sommerpauseweiter, immer um 16.30 Uhr im Anschluss an die Öffnungszeit.

(tm)

Quelle: op-online.de

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