„Wirtschaft effektiver fördern“

Münster (tm) -  Bereits für die konstituierende Sitzung der Gemeindevertretung hatte die Alternative Liste Münster und Altheim (ALMA) den Antrag eingebracht, mittels Beschluss des Parlaments dem Gemeindevorstand die Bildung einer „Kommission für Wirtschaftsförderung“ zu empfehlen.

Mit Zustimmung der Antragsteller war der Antrag auf die nächste Parlamentssitzung am 20. Juni verschoben worden.

Die Alternative Liste bittet die Fraktionen der CDU und der SPD um Zustimmung und führt in einer ausführlichen Begründung zu ihrem Antrag unter anderem aus, dass für die Entwicklung von Handel, Handwerk, Dienstleistungen und industrieller Produktion in der Gemeinde dringend verstärkte Impulse seitens der politischen Gremien notwendig seien und auch eine tatkräftige kommunale Unterstützung, wenn erste positive Ansätze weiter wachsen und Fehlentwicklungen korrigiert werden sollen.

Die ALMA-Aktiven wollen die vorhandenen guten Ansätze weiterentwickeln und aus den Misserfolgen der Vergangenheit lernen und Konsequenzen ziehen. Mit dem Rürup-Gutachten zur Entwicklung der Gemeinde Münster und der intensiven Leitbilddebatte im Zuge des Agenda-Prozesses seien vor vielen Jahren bereits erste Meilensteine gesetzt worde, erklärt die ALMA. Mit der gemeinsam mit Eppertshausen durchgeführten erfolgreichen Gewerbemeile 2010 und dem neuen Internet-Auftritt der Gemeinde hätten so in jüngster Vergangenheit positive neue Akzente gesetzt werden können, heißt es in der Antrags-Begründung.

Auf der anderen Seite müsse der fortdauernde Verlust von infrastrukturell außerordentlich wichtigen Faktoren wie innerörtlichen Einkaufsmöglichkeiten bedauert werden. Die Münsterer Mitte rund um das Rathaus sei überwiegend von Stillstand geprägt, sehe man von einzelnen Neupositionierungen engagierter Geschäftsbetreiber oder Gesundheitspraxen ab, beklagt ALMA-Fraktionsvorsitzender Bonifer-Dörr. Das Gewerbegebiet Breitefeld schließlich komme wenig attraktiv daher und lade in seinem aktuellen Erscheinungsbild neue Investoren nur schwerlich ein, sich dort zu engagieren.

ALMA will Kommission für Wirtschaftsförderung

Was ist nach Meinung der ALMA zu tun ist, erläutert Gerhard Bonifer-Dörr: „Wir schlagen vor, dass der Gemeindevorstand eine Kommission für Wirtschaftsförderung einrichtet. Dieses Gremium soll die Aufgaben erhalten, das Profil des Standorts Münster und seiner Ortsteile zu schärfen, die Nutzung vorhandener und neu zu schaffender Flächen zu bearbeiten, Kooperationen mit Nachbargemeinden zu entwickeln und mit diesen Schritten und weiteren Initiativen die wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinde zu fördern.“

Man wähle bewusst die Form einer Kommission für den Vorschlag, obwohl dieses Gremium nicht-öffentlich tagen und zunächst dem Gemeindevorstand zuarbeiten wird. Die Form der Kommission biete jedoch die Möglichkeit, den Sachverstand beispielsweise des Gewerbevereins oder des Handwerks direkt über einzelne Vertreter in die Arbeit einzubinden.

Klar sei dabei den Alternativen, dass die Gemeindevertretung die Einberufung einer Kommission nicht beschließen, sondern dies dem Gemeindevorstand nur empfehlen könne, so Bonifer-Dörr. Mindestens dies sollten die Fraktionen im Parlament aber jetzt bald tun und die Entwicklung der Gemeinde auf diese Weise voranbringen, wünscht sich die ALMA.

Quelle: op-online.de

Kommentare