Wohin Gretje gern zurückkehrt

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Die ersten Türen des lebendigen Adventskalenders der Martinsgemeinde haben sich bereits geöffnet.

Münster ‐ Weihnachten ist nicht mehr fern, doch so manchem wird auch diese Wartezeit zu lang. Damit die 24 Tage bis zum großen Fest ein wenig kurzweiliger vergehen und nicht nur zum Geschenkekauf genutzt werden, gibt es in vielen Gemeinden besondere Aktionen. Von Jasmin Frank

In Münster ist es den „lebendigen Adventskalender“: Eine Idee, die Kirsten Sames, Ehefrau des evangelischen Pfarrers, vor fünf Jahren auf den Weg brachte.

„Als Frau Sames mit der Idee in der Gemeinde vorsprach, waren wir alle begeistert und machten gerne mit. Bis heute finden sich viele öffentliche Einrichtungen, aber auch zahlreiche Privatleute und stellen ihre Räumlichkeiten zur Verfügung, damit die Münsterer eine Viertel- oder halbe Stunde zusammenkommen können“, erzählt Gabriele Kündiger, Leiterin des evangelischen Kindergartens, der am 1. Dezember den Auftakt zur Reihe übernommen hat.

Manche Teilnehmer sind bereits Stammgäste

Gemütlich und besinnlich ist es im Außenbereich des Kindergartens, ein paar Plätzchen stehen bereit und Liedzettel werden verteilt. „Ich bin heute wegen meiner Tochter Gretje hier“, erzählt Susan Imhoff und schmunzelt: „Auch wenn sie schon in der vierten Klasse ist, kommt sie doch immer wieder gerne hierher zurück. Auf dem Weihnachtsmarkt hat uns Frau Kündiger eingeladen.“ Doch nicht alle der Anwesenden mussten auf die Aktion erst aufmerksam gemacht werden, einige sind bereits Stammgäste, so auch Waltraut Schmitt. „Ich wohne noch nicht so lange in Münster und komme einfach gerne mal raus, weil ich alleinstehend bin. Ich gehe auch gerne zu Veranstaltungen wie Theateraufführungen. Aber der lebendige Adventskalender ist etwas Besonderes, weil man jeden Tag eine bestimmte Zeit miteinander verbringt und auf Heiligabend eingestimmt wird“, schwärmt die rüstige Dame.

Wer beim nächsten lebendigen Adventskalender mit dabei sein möchte, kann sich auf der Homepage der Kirchengemeinde über die nächsten Termine und Treffpunkte informieren.

Deshalb wechseln die Programmpunkte jeden Abend – abhängig davon, was sich die einladenden Personen einfallen lassen. Am Dienstag wird erst einmal gemeinsam gesungen. Dann erzählt Gabriele Kündiger von der Bedeutung des Advents. Passend zu ihrer Geschichte haben die Kita-Kinder mit ihren Erzieherinnen ein Fensterbild gestaltet, das die Hauptfigur, einen Esel darstellt. In der stimmungsvollen Atmosphäre kommen dann auch die anwesenden Kinder zu Ruhe und die Steppkes, die eben noch herumgetobt haben, stehen nun mit leuchtenden Augen und roten Wangen vor der Zeichnung und hören der Erzählung zu.

Zum Abschluss wird noch einmal gemeinsam gesungen und in gemütlicher Runde das ein oder andere Plätzchen verzehrt, bevor es dann wieder nach Hause geht. Sicher sind die Besucher auch in den nächsten Tagen wieder mit von der Partie.

Quelle: op-online.de

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