Auf den Spuren von Kläranlage und Petticoats

Wolken über Wahlkampf-Wanderung

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Sommerwanderung im Wahlkreis: Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, Brigitte Zypries, Kandidatin für den Bundestagswahlkreis 186, Christel Sprößler und die stellvertretende Vorsitzende des SPD-Ortsvereins, Angelika Dahms, trafen sich mit Wanderfreunden am Gersprenz-Stadion in Münster. 

Münster - Zu einer letzten Sommerwanderung trat eine leicht lädierte Bundestagspolitikerin Brigitte Zypries in Münster in ihrem Wahlkreis an. An ihrer Seite hatte auch die designierte Nachfolgerin Christel Spößler die Stiefel geschnürt. Von Peter Panknin

Zum zwölften und damit auch zum letzten Mal hat Brigitte Zypries eine Sommerwanderung in ihrem Wahlkreis organisiert und absolviert. Zypries, SPD-Abgeordnete des Bundestagswahlkreis 186 (umfasst die kreisfreie Stadt Darmstadt und aus dem Landkreis Darmstadt-Dieburg die Gemeinden und Städte Alsbach-Hähnlein, Bickenbach, Eppertshausen, Erzhausen, Griesheim, Messel, Modautal, Mühltal, Münster, Ober-Ramstadt, Pfung-stadt, Roßdorf, Seeheim-Jugenheim und Weiterstadt) und derzeitige Bundesministerin für Wirtschaft und Energie gab bereits vor einem Jahr bekannt, dass sie nicht nochmals für den Bundestag kandidieren wolle. Als ihre Nachfolgerin im Wahlkreis tritt Christel Sprößler an, amtierende Bürgermeisterin von Roßdorf. Sie begleitete Zypries bei der unter dem Motto „Münster kennenlernen“ stehenden Wanderung.

Trotz angebrochenem Arm, den sie in einer Schlaufe trug, fanden sich Zypries und zahlreiche Wanderfreunde am vereinbarten Treffpunkt am Gersprenz-Stadion in Münster ein. Geplant war ein Gang durch die Fluren um Münster herum zur Kläranlage, entlang des Naturschutzgebietes Hergershäuser Wiesen zum Museum an der Gersprenz, wo es zu einem gemütlichen Beisammensein mit Kaffee und Kuchen kommen sollte. Da ihr die Schritte beim Laufen Schmerzen bereiteten, nahm die Ministerin eine „Abkürzung“ per Fahrzeug zum Museum, während die anderen etwa 30 Begleiter sich unter Anleitung von Wolfgang Kleinheinz auf den Weg zur Kläranlage machten.

Schwarze Wolken drohten nicht nur, sie sendeten neben Donnergrollen auch einige Regentropfen und beschleunigten die Schritte der Wanderer. Kleinheinz, Mitarbeiter der Gemeinde Münster, gab den Gästen einen umfassenden Einblick über die Leistungsfähigkeit der Anlage. Zog das Gewitter zunächst nur den Wanderweg streifend vorbei, kehrte es nun um und sorgte dafür, dass sich die interessierten Besucher in das Gebäude der Kläranlage begaben. Hier erfuhren die Gäste, dass die Anlage trotz ihres Alters von mehr als 30 Jahren technisch „ganz vorne“ mitspielt.

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Das kräftige Gewitter ließ es nicht ratsam erscheinen, die Wanderung über offenes Gelände fortzusetzen, und so begaben sich fast alle zum Ziel, dem Museum an der Gersprenz, wo der Heimat- und Geschichtsverein Münster sein Domizil hat. Brigitte Zypries hatte dort bereits mit einer kleinen Schar von Begleitern in der Cafeteria Platz genommen und wartete geduldig auf die Führung durch die Ausstellung im Obergeschoss des Gebäudes. Margarete Elster vom HGV begrüßte die Gäste und lud ein zur Besichtigung von „Nierentisch und Petticoat“.

Beim Eintritt in den Raum fällt der Blick auf eine Kücheneinrichtung, typisch für die kleinen Wohnungen der damaligen Zeit. „Ah, daran kann ich mich auch noch gut erinnern“, waren häufig zu hörende Worte von lächelnden Besuchern. Die Damenwelt nahm voller Interesse die Mode der damaligen Zeit zur Kenntnis, auch, dass viele der Kleidungsstücke noch selbst genäht oder gestrickt worden sind. Die Bequemlichkeit der zeitgenössischen Sitzmöbel rief eine gewisse Heiterkeit hervor, Fotos aus der damaligen Arbeitswelt weckte Nachdenklichkeit. Bei Kaffee und Kuchen im Untergeschoss kam eine gelöste Stimmung auf, viele Gespräche wurden führt, Danksagungen für den für alle Beteiligten informativen Nachmittag ausgetauscht.

Nach dem Eintrag in das Gästebuch gab es zum Abschied noch viele gute Wünsche für die Zukunft von Brigitte Zypries, während Christel Sprößler Wünsche zum Erfolg bei der kommenden Bundestagswahl begleiteten.

Quelle: op-online.de

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