Skateboard-Wettkampf

Bei Worscht-Jam geht´s um Fun

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Gewagte Skater-Stunts begeisterten zum Worscht-Jam an Münsters Pracht-Bahn. Knapp 400 Besucher verfolgten den Wettbewerb.

Münster - Sie fahren „regular“ oder „Goofy“, üben sich in Boardslides (und zwar Back- oder Frontside), zeigen Kickflip Nose-Wheelies oder machen einfach einen Ollie. Von Thomas Meier

Und dies in einer Bravour, dass es am Sonntagnachmittag wieder knapp 400 Skateboard-Fans aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet nach Münster lockte. Bereits zum vierten Mal in Folge lud Rail-slide aus Frankfurt gemeinsam mit der Kinder- und Jugendförderung der Gemeinde Münster zum Skateboardcontest an der Skateanlage am Abtenauer Platz ein.

50 Skater traten in zwei Klassen zwischen 14 und 19 Uhr gegeneinander an. Hauptsächlich um den Spaß am Vergnügen, die einigen von Sponsoren ausgelobten Preise waren eher eine nette Zugabe für besonders geglückte Vorstellungen. So trafen zunächst die bis 16-Jährigen aufeinander, dann die Gruppe der Ü 16 mit denen, die von Firmen gesponsert sind.

Durch das Programm mit Contest-Jury, Skater-Sound vom Pick-up und Worscht vom Grill führte Lutz Nowka von Ausrichter Railslide, einem hippen Skater-Laden aus Frankfurt. Er wie auch die Fahrer betonten des Öfteren, warum sich der Contest in Münster etabliert hat und auch nächstes Jahr wieder hier stattfinden wird: „Die Skatebahn ist einfach spitze.“

Davon überzeugten sich auch Monika und Bernd Dratt aus Schaafheim. Die Eltern des in und für Münster startenden 26-jährigen Benjamin Dratt wollten sich mal anschauen, wovon der gelernte Werkzeugmacher und CNC-Dreher immer so schwärmt. „Unser Sohn treibt schon immer Sport“, sagt Vater Dratt (62). Ein wenig gewöhnungsbedürftig sei das Skaten ja schon, aber der Bub habe halt nicht in die Handballer-Tradition des Vaters einsteigen wollen. „Er fährt schon seit der Grundschule auf dem Brett. Das ist nun mal seine Welt“, sagt Monika Dratt.

Und für die fährt der Junior auch durch die Lande. Wenn in Holland eine neue Bahn aufgemacht wird, dann packt Benjamin Dratt schon mal seine Boards ins Auto und düst hin. Auch er weiß allerdings von den Qualitäten der Betonpiste in Münster.

Dratts Eltern gefiel auch das Rundherum um den Contest in Münster gut. Die ganzen, buntgekleideten Jugendlichen, die Kunststücke auf den Boards und überhaupt... Nur die Musik aus dem Auto, die sei nun doch etwas laut und basslastig. Und als es um 15.45 Uhr beim Worscht-Jam um vieles gehen konnte, nur nicht mehr um die Brat-Worscht, weil die nämlich frühzeitig ausgegangen war, maulten einige wenige.

Wer zu spät kommt, den bestraft der Contest-Grillmeister.

Quelle: op-online.de

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