Zünftige Musik plus deftiges Essen

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Rund 600 Besucher feierten mit der Münsterer Wehr ein zünftiges Oktoberfest mit vielen bayrischen Schmankerln und freilich der obligatorischen Maß.

Münster - (jas) In eine andere Welt fühlte sich versetzt, wer am Samstag die Halle der Freiwilligen Feuerwehr Münster besuchte: Männer in Lederhosen und Frauen im Dirndl gaben sich ein Stelldichein, bayerische Spezialitäten wie Haxen und frisch gezapftes Fassbier wurden gereicht und die Kapelle D’Haberer heizte mit fetziger Stimmungsmusik ein.

Kein Wunder, wurde doch das Oktoberfest der Freiwilligen Feuerwehr Münster gefeiert, das sich wiederum traditionell an den Gegebenheiten der Bayerischen Landeshauptstadt orientierte.

Wir feiern schon seit etwa 27 Jahren das Oktoberfest“, berichtet die Feuerwehrfrau und Öffentlichkeitsbeauftragte des Vereins, Nadine Ring, „Das kommt gut an, sowohl bei älteren Leuten als auch bei der Jugend. Dieses Jahr spielen nicht nur D’Haberer, sondern auch die Hinnergassebuwe vom Kerbverein Münster auf.“

Eine weitere Attraktion des Festes sind zwei Marketenderinnen, die zwar nicht wie im vergangenen Jahr aus Österreich kommen, aber als Münsterer original bayerische Schnäpse anbieten. Doch die sind erst einmal nicht von Nöten, denn die Stimmung ist schon früh am Abend ausgelassen und es wird geschunkelt und mitgesungen.

Tatsächlich genießen auch zahlreiche junge Erwachsene die bayerische Musik, die sie im Alltag allerdings nicht hören, so Kim Rathmann, die an einem Tisch mit zahlreichen Jugendlichen feiert: „Wir finden das Oktoberfest cool und die Band passt eben hierher, genauso wie das Essen. Es ist einfach mal was anderes und feiern können wir überall“, meint die junge Frau.

Auch Firmen sind gerne als Sponsoren gesehen

Für diejenigen, die es eher beschaulich mögen, gibt es das Sonntagsprogramm mit Schweinsbraten und Kaffee und Kuchen. Bei einer Fahrzeugausstellung und einer Schauübung können die Leistungen der Feuerwehr bestaunt werden und wer selbst aktiv werden will, kann bei einem Parcours zeigen, was er kann. „Wir werben an diesem Wochenende auch für uns selbst“, erzählt Nadine Ring, denn die Brandschützer brauchen ebenso Nachwuchs, wie alle anderen Vereine. Hier werden besonders die Mädchen angesprochen, denn derzeit kommen auf 80 Aktive nur sieben Frauen. „Wir suchen zudem immer passive Mitglieder, deshalb bekommt jeder, der sich jetzt anmeldet, einen Rauchmelder geschenkt“, erläutert Ring das Marketingkonzept.

Doch nicht nur Privatleute, auch Firmen sind als Sponsoren immer gerne gesehen, deshalb werden an diesem Sonntag auch drei Partner der Feuerwehr von Kreisbrandinspektor Ralph Stühling und Gemeindebrandinspektor Florian Kiesling ausgezeichnet. Darunter ist eine Dieburger Firma, die für das Münsterer Feuerwehrhaus Türen gespendet hat, für Ring ein nachahmenswertes Beispiel. So wird an diesem Wochenende noch reichlich gefeiert und das hoffentlich ohne Einsatz, wie es vor ein paar Jahren der Fall war, aber vorsichtshalber bleiben immer einige Feuerwehrleute einsatzbereit, denn ein Brand kommt ja immer unverhofft.

Quelle: op-online.de

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