Oldenburg lässt heftig grüßen

Neue Leitung fürs Staatstheater Mainz

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Das neue Mainzer Leitungsteam mit Sara Ostertag, Niklaus Helbling, Jan Christoph Gockel, Elisabeth Stöppler, Markus Müller, Erik Raskopf, Ina Karr, Jörg Vorhaben und K. D. Schmidt.

Mainz - Der designierte neue Intendant am Mainzer Staatstheater, Markus Müller, nimmt mit fünf Hausregisseuren seine erste Spielzeit in Angriff.

Das neue Leitungsteam bestehe aus „selbstbewussten und künstlerisch eigenwilligen Persönlichkeiten“, die auch Lust auf spartenübergreifende Projekte mitbrächten, sagte Müller gestern bei der Vorstellung seines Leitungsteams in Mainz. Von jedem Hausregisseur seien mindestens zwei Arbeiten pro Spielzeit eingeplant. Müller wechselt zu Beginn der nächsten Spielzeit im August von Oldenburg nach Mainz.

Zu den Hausregisseuren zählt Niklaus Helbling (Jg. 1959), der unter anderem am Frankfurter Schauspiel „Warum wir also hier sind“ von Michael Lentz herausgebracht hat, außerdem Jan-Christoph Gockel (Jg. 1982), der eine neue Produktion im Jahr gemeinsam mit dem Puppenspieler Michael Pietsch inszenieren möchte, wie es bereits in der Mainzer Produktion „Grimm. Ein deutsches Märchen“ der Fall war. Gockel wurde von der Fachzeitschrift „Theater heute“ als Nachwuchsregisseur des Jahres nominiert.

Die künftige Hausregisseurin Sara Ostertag (Jg. 1985) wird sich besonders Kinder- und Jugendprojekten widmen, Elisabeth Stöppler (Jg. 1977) als Hausregisseurin dem Musiktheater. Ihre Arbeiten sind von der Frankfurter Oper bekannt, wo sie Ende Juni Peter Eötvös’ Kammeroper „Der goldene Drache“ mit dem Ensemble Modern auf die Bühne bringt. Chefdramaturgin für die Oper wird Ina Karr, die seit Jahren am Oldenburgischen Staatstheater mit Müller zusammenarbeitet. Ebenfalls aus Oldenburg kommt Jörg Vorhaben (Jg. 1973), künftig leitender Schauspieldramaturg. Leitender Regisseur ist K. D. Schmidt, der seit seinem Regiedebüt 1985 an den Münchner Kammerspielen als freier Regisseur arbeitet.

Der neue künstlerische Betriebsdirektor und Chefdisponent Erik Raskopf kommt vom Staatstheater Nürnberg, leitete unter anderem das Museum der Augsburger Puppenkiste, war Ballettdirektor und persönlicher Referent von Ulrich Schwab am Nationaltheater Mannheim. Vom Oldenburgischen Staatstheater wechselt Stefan Vogel als neuer Opern-Geschäftsführer nach Mainz.

dpa/cm

Quelle: op-online.de

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