Gewinner des Wettbewerbs „Gute Gestaltung“

Kreative Einflussnahme in Wort und Tat

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Frank Koschembars Licht-Magazin „Illuminator“, präsentiert von Anne Tecklenburg.

Offenbach - „Und los geht´s“, rief Michael Eibes, Vorstandssprecher des Deutschen Designer Clubs (DDC) von der Bühne des Capitols in Offenbach. Von Claus Wolfschlag

Es war der Startschuss zur Kür der Gewinner des bundesweiten Wettbewerbs „Gute Gestaltung“, den der 1989 gegründete Club zum 14. Mal initiiert hatte. Als Schirmherr fungierte dieses Jahr der Direktor des Frankfurter Museums Angewandte Kunst, Matthias Wagner K, der in seiner Eröffnungsrede von der „Vergrößerung des kreativen Handlungsspielraums angesichts sich verschärfender wirtschaftlicher Bedingungen“ sprach und forderte, die Kreativität müsse den sich „verändernden Lebensverhältnissen mit neuen Formen Ausdruck verleihen“.

Dann ging es an die Preisverleihung, moderiert von Florian Dengler und Niko Gültig, der den Gesamtjuryvorsitz inne hatte. Von den rund 600 Einsendungen waren 150 Beiträge ausgewählt worden, von denen schließlich die in den zehn Kategorien mit „Gold“ ausgezeichneten Sieger vorgestellt wurden. Der Offenbacher Beitrag Frank Koschembars, das Licht-Magazin „Illuminator“, erhielt zwar keinen Preis, war jedoch in der Ausstellung im hinteren Bereich der „Capitol“-Bühne zu sehen. Unter den Siegern zeigte sich die Mannigfaltigkeit kreativer Einflussnahme, zum Beispiel in den Bereichen Produktgestaltung, Werbung oder Film.

Im Bereich „Produkt“ erhielt beispielsweise ein schlicht entworfener Stuhl für Großveranstaltungen, der A-Chair, den ersten Preis. Vier Jahre Arbeit hätte die Entwicklung gedauert, so die Angabe der Vertreterin des Möbelanbieters „Brunner“. Unter den Einsendungen der Kategorie „Digital Media“ war es neben einer Lampen-Werbung eine Internet-App für „Mac Donalds“, die ausgezeichnet wurde. 25.000 Downloads hätte es für die Seite „Mc Mission“ gegeben, die sich dem Umweltschutzgedanken angenommen hat.

Ein leicht verständlicher Film über die neue Erdgas-Fördermethode Fracking erhielt „Gold“ im Bereich „Foto/Film“, das künstlerisch gestaltete Buch „Zeit Wert Geben“ in der Kategorie „Unternehmenskommunikation“ und die Gestaltung des neuen Fischereimuseums Cuxhaven im Bereich „Corporate Design“.

Nach der Veranstaltung labten sich die 370 Gäste im Foyer an Getränken und Speisen, darunter auch das „Melicena Bio-Eis“ der „Novescor GmbH“. Dessen Pappbehälter waren mit skurrilen, unfertig wirkenden Strichfiguren verziert, was für „Gold“ im Bereich „Markenkommunkation“ reichte. „Was für ein mutiger Kunde“, äußerte Moderator Dengler angesichts der außergewöhnlichen Verpackungsgestaltung. „Ein leicht verrückter Kunde“, ergänzte der Vertreter der Frankfurter Werbeagentur „Leo Burnett“, der den Preis entgegennahm. Der ehemalige Kreativchef dieser Agentur erhielt zudem die Ehrenmitgliedschaft verliehen und konnte dem Publikum unterhaltsam Werbeanzeigen vergangener Jahrzehnte zeigen, unter anderem zu Cointreau, Air France, Lufthansa und Braun.

Quelle: op-online.de

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