In Offenbach hatte er seine Initialzündung

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Laith Al-Deen verdankt einem Offenbacher Produzenten-Team seinen Erfolg mit "Bilder von dir". Foto: nh

Von Jennifer DreherOffenbach - Seine Karriere begann mit dem Ohrwurm Bilder von dir: Acht Jahre später sagt Laith Al-Deen im Interview mit dem EXTRA TIPP: Meine Karriere begann im Offenbacher Studio. Damals pendelte der Musiker von seiner Heimat Mannheim häufig nach Offenbach.

Die Stadt lernte er nie lieben, dafür aber später das Offenbacher Publikum.

Mit dem damaligen Produzenten-Team Schallblau, das es heute so nicht mehr gibt, nahm er sein erstes Album Ich will nur wissen auf. In Offenbach aufgehalten habe er sich nie richtig. Ähnlich wie Mannheim ist Offenbach nicht gerade eine Perle unter den Städten, berichtet Al-Deen. Daher sei er immer nur zum Arbeiten in die Region gekommen. Sein Urteil über Offenbach fällt negativ aus.

Und er stellt fest: Mein Produzenten-Team hatte zwar das Studio in Offenbach, aber eigentlich sind es Ur-Frankfurter. Trotzdem kann er der Stadt dann doch noch etwas Positives abgewinnen: Ich bin zweimal im Capitol aufgetreten. Der Saal war total überfüllt und die Stimmung war super.

Im Herbst tourt Al-Deen mit seinem neuen Album Sessions durch Deutschland. Nach Offenbach kommt er dann nicht. In Mainz ist aber ein Auftritt geplant. Trotz dem Negativurteil über Offenbach, sagt Al-Deen: Ich würde gerne nochmal im Capitol auftreten.

Sein neues Album besteht nur aus Cover-Songs. Es soll eine Rückbesinnung auf die Anfänge seiner musikalischen Karriere sein. Das sind Lieder, die mir am Herzen liegen, sagt Al-Deen. Überwiegend sind darauf englischsprachige Songs zu hören. Dabei hat Al-Deen im Jahr 2002 den Musikpreis Comet abgelehnt, weil er für die Anerkennung deutscher Popmusik kämpfen wollte. Al-Deen sieht darin keinen Widerspruch zu seinem aktuellen Werk. Das ist schon ein paar Jahre her, so der Mannheimer: Inzwischen ist das kein so großes Thema mehr.

Er bedauert, dass das Feedback der Radiostationen zu Sessions positiver sei als zu einem Großteil seiner bisherigen Alben. Da steckt definitiv viel Arbeit drin, sagt Al-Deen: Aber bei den anderen Alben habe ich mehr selbst gemacht. Seit Freitag steht seine CD in den Regalen. Al-Deen ist gespannt, wie sie ankommt: Einen Hit will man immer landen.

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