Ein Goldjunge für Filmschaffende

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Frankfurt - Die „B3 Biennale des bewegten Bildes“ nimmt allmählich Konturen an. Das neue Kreativtreffen ist Nachfolger des eDIT-Filmmaker’s Festival, das bis 2011 jährlich in Frankfurt ausgerichtet wurde.

Die erste Ausgabe der international geprägten Biennale geht vom 30. Oktober bis 3. November dieses Jahres in der Bankenstadt über die Bühne. Veranstalter ist die Offenbacher Hochschule für Gestaltung (HfG).

Fünf Tage lang dreht sich alles um das bewegte Bild. „Wir wollen junge und alte Menschen, Profis und Laien - einfach jeden erreichen“, erklärt Eva Kühne-Hörmann, Landesministerin für Wissenschaft und Kunst. Hierfür arbeitet B3 unter anderem mit zwölf Partnern aus dem Bereich Museen und Galerien sowie mit der in Offenbach ansässigen hessischen Film- und Medienakademie (hFMA), in der sich die 13 hessischen Hochschulen mit Lehrangeboten im Bereich Film und Medien zusammengeschlossen haben.

„Wunderbar, dass die Stadt Frankfurt eine neues Kulturfestival bekommt“, sagt Markus Franz, Wirtschaftsdezernent der Mainmetropole und ergänzt: „Alle künstlerischen Köpfe sind hier herzlich willkommen, schließlich ist Kreativität ein wichtiger Wirtschaftsfaktor“.

Unter dem Leitthema „Expanded Narration. Das neue Erzählen“ wird es eine Vielzahl an Künstlergesprächen, Vorträgen und Ausstellungen geben. Dabei soll sich den veränderten Erzählformen gewidmet werden, die durch technische Innovationen alle Formen des bewegten Bildes betreffen.

„Die Vielfalt ist einfach unbeschreiblich“

„Die Vielfalt ist einfach unbeschreiblich. Das bewegte Bild ist allgegenwärtig - vom TV bis zum Computerspiel, von der Wissenschaft bis hin zum Design“, findet Bernd Kracke. Er ist Präsident der Offenbacher HfG und zugleich der Leiter der ersten B3 Biennale. Das Festival wird in drei Schwerpunkte gegliedert: Festival, Parcours und Campus. Letzterer schreibt die Förderung junger Kreativer groß. Talente sollen in Workshops die Gelegenheit bekommen, professionellen Künstlern über die Schulter zu schauen. „Durch diesen Bereich sollen sich junge Kreative mit Branchenprofis vernetzen“, so Bernd Kracke.

Einige Veranstaltungen im „Parcours“ stehen ebenfalls fest: So wird sich unter anderem im Museum für Kommunikation alles um den Handyfilm drehen. Im Museum für Moderne Kunst ist ein Filmabend mit Material aus dem Nachlass des brasilianischen Künstlers Hélio Oiticica geplant. Der Frankfurter Kunstverein hingegen wird sich mit der Schau „Per Speculum Me Video“ dem Selbstportrait in der zeitgenössischen Videokunst widmen. „Wir sind sechs Monate vor dem Aufschlag des Festivals. Die Planung läuft noch auf Hochtouren“, sagt Kracke.

Eine Preisverleihung darf bei einem Filmfestival nicht fehlen. Insgesamt sechsmal soll der „BEN“ an etablierte Künstler und Talente vergeben werden. Entworfen wurde die goldene Skulptur von dem südafrikanischen Künstler Trevor Gould, der einst an der HfG unterrichtete.

Quelle: op-online.de

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