Perfekte Liaison von Theater und Kunst

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Großer Moment: Lions-Präsident Dr. Christian Rathke, Preisträgerin Eva-Maria Bauer, HfG-Professorin Rosalie, Wooyoon Chun und Laudator Peter Spuhler

Über Deutschlands Grenzen hinaus wird der vom Lions Club Lederstadt alle zwei Jahre ausgelobte und mit 5000 Euro dotierte Bühnenbildpreis „Offenbacher Löwe“ wahrgenommen. Von Carsten Müller

Das zeigen nicht nur 60 Einsendungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, sondern auch deren hohe künstlerische Qualität, wie Kuratorin Rosalie erläuterte, Leiterin der Bühnenbildklasse an der Offenbacher Hochschule für Gestaltung. Die Bewerbungen waren vielschichtig und in einem Fall derart ansprechend, dass auf Drängen der Jury erstmals ein Förderpreis zuerkannt wurde. Er ging an die HfG-Studentin Wooyoon Chun für ihre Rauminstallation „Comfort Station“, die das Leid von koreanischen Zwangsprostituierten zur Zeit der japanischen Besatzung in den Blickpunkt rückt.

Schnell hatte sich die aus den Theaterintendanten Oliver Reese (Frankfurt), Peter Spuhler (Heidelberg) sowie den HfG-Dozenten Berit Mohr, Nina Zoller, Dr. Christian Janecke und den Lions-Mitgliedern Dr. Kurt Hunsänger, Olaf Meister und Dr. Christian Rathke bestehende Jury in Sachen Hauptpreis verständigt. Die an den Münchner Kammerspielen tätige Eva-Maria Bauer erhielt den Löwen für ihre Arbeit zum Stück „Sicherheitskonferenz“ der Avantgarde-Gruppe „Rimini Protokoll“.

Bauer bildete den originalen Tagungssaal der Münchner Sicherheitskonferenz im Hotel „Bayerischer Hof“ ab, integrierte Zuschauer in eine Arena-Situation, die sie mit dem Einsatz von Krieg spielenden Robotern beglaubigte. Laudator Peter Spuhler hob anlässlich der Verleihung im Deutschen Ledermuseum hervor, dass hier ein handwerklich und theatersprachlich perfektes Bühnenbild für die Inszenierung konstituierend gewesen sei. Die Arbeit Wooyoon Chuns lobte er als „stark in ihrer ästhetischen Kraft“.

Quelle: op-online.de

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