10.000 Pkw sind zuviel

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Der Gehweg in der nördlichen Wilhelm-Leuschner-Straße ist eine gefährliche Zumutung. Die Böschung zur Rodau-Aue ist nur dilettantisch befestigt. Droht auch die Straße wegzubrechen?

Hainhausen ‐ Die etwa seit 2001 bestehende Bürgerinitiative „Anwohnergerechte Verkehrslenkung“ hofft am Freitag, 4. März, 19 Uhr, im Alten Rathaus an der Hans-Sahm-Straße 14 auf möglichst viel Publikum. Von Bernhard Pelka

Bei diesem Informations- und Diskussionsabend geht es der Gruppe darum, noch einmal Betroffenheit und Interesse zu wecken für die Verkehrsprobleme an der nördlichen Wilhelm-Leuschner-Straße. Anwohner dort müssen vor ihrer Haustür bis zu 10 000 Fahrzeuge täglich ertragen. Bürgermeister Jürgen Hoffmann (SPD) und Stadtrat Michael Schüßler (FDP) haben ihre Teilnahme zugesagt. Der Magistrat und Stadtverordnete aller Fraktionen sind eingeladen.

Straße halte der Belastung nicht stand

Worum geht es der Initiative? Sie gründete sich in den Jahren, als die Südtrasse als Verbindung zur Rodgau-Ring-Straße geplant wurde. Schon damals erkannten die Betroffenen, dass diese Anbindung ihrer Straße wesentlich mehr Verkehr bringen würde. Sie forderten deshalb einen direkten Anschluss der Südtrasse an die B 45, mithin den so genannten Durchstich durch die Rodau-Aue an der Rußfabrik. Dazu kam es nie. Mit der Folge, dass heute bis zu 10.000 Fahrzeuge zwischen Ringstraße und B 45 über die nördliche Wilhelm-Leuschner-Straße einen etwa einen Kilometer langen Umweg fahren. Dabei handelt es sich hier auch um einen Schulweg! Gebaut worden war die Wilhelm-Leuschner-Straße Straße in den 70er Jahren für bedeutend weniger Autos. 1999 rollten dort einer Verkehrszählung zufolge 3 300 Kfz binnen 24 Stunden. Heute sind es 10.000. Dieser Belastung hält die Piste nicht stand, reklamieren Anwohner. „Wir haben hier zwar keine Landesstraße, aber die Straße vor unserer Tür wird widerrechtlich in diesem Ausmaß genutzt“, klagen Anlieger. Entsprechend marode ist die Fahrbahn. Noch schlimmer: es gab bereits erhebliche Wasserschäden in Häusern. Vermutet wird, dass Setzungen und Erdbewegungen unterm stark befahrenen Asphalt die Hauswasseranschlüsse haben bersten lassen. Können auch die Gasleitungen platzen, fragen sich Anwohner besorgt.

Viele offene Fragen

Im Haushalt der Stadt stehen 300.000 Euro für die grundhafte Erneuerung der Straße. Die Initiative möchte mitreden, wie dieses Geld verbaut wird und fordert eine Verkehrsberuhigung, um den Schwerlastverkehr abhalten zu können. Auch darum wird es am Freitag gehen. Weitere Fragen des Abends: Hat der Durchstich noch eine Chance? Wie wirkt sich der Weiterbau der Rodgau-Ring-Straße aus? In welchem Maß werden Anlieger an den Umbaukosten beteiligt?

Quelle: op-online.de

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